Makabre Weltschau mit suchenden Kranichen

Februar 18, 2017 § 8 Kommentare

Freies Wlan im ICE – nicht, dass ich’s gebraucht hätte um wie gewohnt die Vorzüge einer gepflegten Bahnfahrt zu genießen. Ist es aber mal da, nehme ich es gern in Anspruch und poste hiermit on the fly from Berlin to Südhesse. Gestern noch einer fulminanten Aufführung von Ligetis Le Grand Macabre in der Philharmonie beigewohnt, dieser sehr aktuell scheinenden Oper über einen im Vollrausch verpassten Weltuntergang. Trotz allen Klamauks am Ende doch Beklemmung über den Zustand einer Welt, in der, um nur einen Aspekt herauszugreifen, Pressekonferenzen des mächtigsten Mannes eben dieser Welt im Format einer Realityshow daherkommen (nebenbei: wir wussten in den achtziger Jahren, als die Einführung des Privatfernsehens in der BRD diskutiert und von der CDU durchgedrückt wurde natürlich schon, welch schlimmen Folgen dies für die Selbstwahrnehmung einer Gesellschaft haben würde, hätten uns d i e s e s Ausmaß aber nicht vorstellen können.) Ligetis Musik hingegen, allzumal auf diesem allerhöchsten Niveau dargeboten – hinreißend. Und so entließen die Singenden (hm… Sängerinnen und Sänger) das Publikum hinaus in die Welt:

 

Fürchtet den Tod nicht, gute Leut‘!
Irgendwann kommt er, doch nicht heut‘!
Und wenn er kommt, dann ist’s soweit…
Lebt wohl so lang in Heiterkeit!

 

 

Kraniche

 

 

 

 

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Sieben Selbste mit Schapka und ein hochaktuelles Rühmkorfzitat

Januar 30, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Wie ich höre, hast du lange nicht von dir selbst

              gesungen, Onkelchen?!

Die Menschheit muß ja allmählich denken,

              sie ist unter sich –

 

So launig beginnt Peter Rühmkorfs „Selbstporträt“ von 1977. Einige Verse weiter aber kommt’s dann knüppeldick:

 

Die Wahrheit macht einem immer mal wieder

              einen dicken Strich durch den Glauben.

Man kuckt in die Zukunft – jedenfalls ich! –

              wie in eine Geschützmündung.*

 

 

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* zitiert nach: Peter Rühmkorf: Gedichte. Rowohlt Verlag, Reinbeck 2000, S. 295f.

apokalyptische reiter

Januar 23, 2017 § Ein Kommentar

 

 

traum-lktje

 

 

Seine letzte Zigarette

November 25, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Seine letzte Zigarette

Seine letzte Zigarette

Frisch zurück

Oktober 22, 2016 § 7 Kommentare

von der Hütte im Vogelsberg wollte ich hier meine Ausbeute, ein paar Tuschezeichnungen vorstellen. Mein Dino-PC aber gibt sich bockiger als sonst. Also noch bockiger. Was er darf, denn er ist arg in die Jahre gekommen. Gekauft – ja ich wollt’s jetzt doch mal wissen und hab nachgeschaut – im Jahr des Herrn 2000. Ein Milleniumgroßrechner, sechzehn Jährchen auf dem Buckel. Windows 98. Der beste den ich je hatte. Der Scanner hängt dran, und so ist’s für den Moment nix mit gescannter Tuschware. Aber ich hab ja noch mein iPad. Da reift momentan so einiges, wenngleich Apple das Begrüßungsritual „Apple-ID-Überprüfung. Geben Sie in den Einstellungen das Passwort für ‚IchbindergrößteApplehasserderWelt@icloud.com‘ ein. Später. Einstellungen.“ auf Stufe zwei hochgesetzt hat. Stufe zwei bedeutet, dass die freundliche Begrüßung nun jedesmal beim Start drei- statt wie bisher einmal aufpoppt. Für mich freilich noch immer eine leichte Übung, Apple drei- statt wie bisher einmal zu vertrösten und auf „Später“ zu tippen (tappen? was sagt man statt klicken?)

daswirdnochwas

cutouts

Oktober 15, 2016 § 5 Kommentare

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Viertes Seestück: lac noir

Oktober 13, 2016 § 4 Kommentare

seestueck

Wo bin ich?

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