Höhenzug

Juni 2, 2022 § Ein Kommentar

Platanen

Mai 18, 2022 § 4 Kommentare

Acryl auf mehrfach übermalter Leinwand.

Licht. Von der Sonne in den Maschinenraum

Mai 14, 2022 § Hinterlasse einen Kommentar

Licht. Von der Sonne aufs Objekt, von dort gebrochen auf die Netzhaut und weiter ins Gehirn. Die Nerven schaffen dann anhand eines Bauplans, den die Evolution ersann, ein Bild, das wir für die Welt halten. Finden wir‘s schön, beauftragen wir ein Maschinchen, dem wir mitgeteilt haben, wie es die Welt abbilden soll, das Bild über den Moment hinaus festzuhalten. Zum Beispiel hier in meinem Blog. Im Maschinenraum.

Insta(ge)wimmel und ein paar zeitkonforme Betrachtungen

Mai 11, 2022 § 2 Kommentare

in der Vergangenheit habe ich auf der Suche nach Vorlagen für meine Skizzen und für das Studium figürlicher Arbeiten gerne das unbegrenzt und jederzeit verfügbare Bilderreservoir auf Instagram genutzt. Hier sind es nun nicht einzelne portraitartige Blätter geworden, sondern heraus kam ein Blatt zum Thema Bilderfllut auf Instagram. Natürlich dachte ich dabei an die alten Meister, die gerne auf Studienblättern Detailaspekte einer Zeichnung fixierten. Nebeneffekt bei dieser durchaus auch zerstreuenden Beschäftigung: man klickt sich in wenigen Minuten einmal um die Welt. Konten sind miteinander vernetzt, es lässt sich beliebig weltumspannend von Bild zu Bild und damit Ort zu Ort surfen. Was dabei ins Auge sticht, findet seinen Weg auf mein Blatt. Freilich bleibt das alles rein virtuell. Ein scheinendes Oberflächenkonstrukt, das nur sehr mittelbar etwas über die gestreiften Orte und Menschen verrät. Nun ist es müßig, die immer gleiche (pessimistische) Kulturkritik aus dem Tornister zu holen. Wir Alten blicken stets mit Schrecken nach vorne und suhlen uns in einem rückwärts gewandten Blick, das früher vermeindlich “echte“ Leben idealisierend. Annehmlichkeiten, die die Segnungen der Wissenschaft mit sich brachte, kassieren wir ein anstatt sie in die Waagschale des Für und Wider zu geben. Aber ich verliere mich in allgemeinen Betrachtungen. Dabei wollte ich doch nur ein wenig wimmeln (und bedaure dann doch, dass mein geliebter Rotring Isograph nicht mehr hergestellt wird).

Warten…

Mai 7, 2022 § 3 Kommentare

Nachtrag

Mai 3, 2022 § 4 Kommentare

zum vorherigen Blogbeitrag. Die wie ich finde etwas lieblichere Variante meiner Acrylstudie aus dem Vogelsberger Wald.

Weh mir…

April 27, 2022 § 8 Kommentare

Über Ostern weilten wir im Hessischen und hatten das Glück, einen sonnigen, wenngleich noch etwas frischen Morgen auf der Ostterasse des Häuschens im Vogelsberg genießen zu können. Der Dreiklang aus zartblauem Himmel, luftig weißen Wölkchen und erstem Grün schmeichelte unseren Sinnen. Die Seele baumelte einen Moment und ließ das Große und Ganze in den Hintergrund treten. Der Wald hinterm Häuschen ließ ob seiner Kargheit noch genug Licht durch, weiße Blütenpracht mischte sich mit trockenem Geäst und erstem Grün. Das zieht offenbar noch immer ausreichend Wasser aus den trockenen Böden. Aber – weh mir, wo nehm ich, wenn es Sommer ist, das Wasser, und wo die Blumen und Gräser der Erde? Hölderlin wusste nichts vom Klimawandel, aber die Natur in Ihrem unbarmherzig stoischen Lauf taugte ihm als Gleichnis für seelische Nöte. Die von ihm erlebte Natur will uns heute paradiesisch scheinen, dabei war sie den Damaligen mindestens so bedrohlich wie anmutig. Der vertrocknete Baum mit expressiv aufgeplatzter Rinde inmitten zart frühlingshafter Pracht so wie ich ihn hinterm Häuschen sah, beeindruckte mich jedenfalls. Nach einer Fotografie enstanden gestern zwei Versionen in Acryl, von denen dies die zweite ist.

Hochzeitsturm

April 22, 2022 § Hinterlasse einen Kommentar

(Mathildenhöhe Darmstadt, im Frühling 2022)

Radu Lupu

April 20, 2022 § Ein Kommentar

Es muss 1978 gewesen sein, da spielte Radu Lupu im Staatstheater Darmstadt, eingesprungen für den erkrankten Alfred Brendel. Er spielte die Kreisleriana, und als er beim Schlussstück, der achten Nummer – „Die Bässe durchaus leicht und frei“ – ankam, blieb die Zeit stehen. Die Miene stoisch, den Oberkörper unbewegt, glitten seine Finger mühelos über die Tasten und ließen Töne aufscheinen, die schon immer da waren. Einer Radarnadel gleich, die über den Monitor kreist und für einen Moment sichtbar macht, was die Dunkelheit da draußen verbirgt. Im Boulez-Saal wollte er sie neulich noch einmal spielen, die Karten waren schon gekauft, doch er musste absagen. Jetzt ist er tot. Die Töne aber, sie sind noch da.

(Das Bild malte ich 2015)

Studie nach Instagram-Foto

April 7, 2022 § Hinterlasse einen Kommentar

Statt zum Rapidograph griff ich dieses Mal zu Pinsel und Acryl und studierte zwei sonnenbeschienene buddies.

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