Sommer

Juli 6, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Durchs weit geöffnete Küchenfenster flutet das Licht. Später Nachmittag. Gelb mischt das transparente Blau vom Horizont her auf, unfassbarer Himmel, diese Durchreiche zum All. Die kerzengerade, aus dem weitläufigen Hof hinaus den Block mächtig überragende Fichte grüßt nachbarlich herein. Ihr dunkles Grün verbindet sich mit dem Ocker des alten Gemäuers und dem Azur des Himmels zu einem satten D-Dur Quartsextakkord. Aus den Boxen blubbert Gudrun Gut, auch so eine Heroine im Umfeld genialer Dilletanten des alten Westberlin. Das Schälchen mit den ersten Brombeeren steht auf dem Tisch bereit, gleich daneben lungern meine Füße. Sommer here we go.

 

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Im Farbenrausch –

August 2, 2015 § 9 Kommentare

( – keiner der Räusche schlechtester)

Kopf axcd

Ganz ohne mein Zutun hat hier unterdessen seit „Im Gebirge…“ eine Serie begonnen: die „Im hmhmhm“-Serie. Dämlicher Titel, zugegebenermaßen, aber da hab ich mich von der momentan in Berlin laufenden und sich zum Publikumsliebling entwickelnden Ausstellung „ImEx“ inspirieren lassen. Ich frage mich, wer von den alteingesessenen Ex-Westberlinern dabei außer mir noch an das „Ex“, die legendäre Hausbesetzerkneipe im Mehringhof denkt und sich also ausmalt, wie der kunstbeflissene Berlintourist brav in den Mehringhof dackelt. Wobei mir eine kleine Anekdote aus meiner frühen Westberliner Zeit einfällt. Ohne dass ich jemals zu irgendeiner Westberliner Szene gehört hätte, besuchte ich doch eines Abends mit einem zu Besuch weilenden sehr guten Freund das Ex. Auf dem Tresen stand, wie immer, eine Sammelbüchse für allerlei linke Projekte und zur Unterstützung des weltweiten Kampfes gegen Unterdrückung (was genau drauf stand weiß ich nicht mehr, aber darum ging’s wohl so ungefähr). Mein Freund nun zückte eine D-Mark, hielt sie über den Schlitz und fragte den Mann hinterm Tresen „ist das auch nur für gewaltfreie Aktionen?“ Dieser beeilte sich, heftig Kopfnickend zu erwidern „aber selbtverständlich“. Enttäuscht zog mein Freund daraufhin die Mark zurück und meinte „ach so, dann nicht…“. Der Tresenmann verzog das Gesicht und ärgerte sich wahrscheinlich gar sehr…

Wo bin ich?

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