Zwischen den Linien

April 20, 2015 § 2 Kommentare

Zwischen den Zeilen schreiben – eine Kunst, wie sie nur die unvergleichliche Phyllis Kiel ersinnen kann. Zwischen den Linien zeichnen – bleibt ein (fast bin ich versucht zu schreiben: feuchter) Traum meiner bildnerischen Dilettanterien. Im Grunde war ich ja schon immer der Meinung, die perfekte Zeichnung verlagert das linienhafte Geschehen vollständig in die Imagination der Betrachtenden und gibt lediglich einen Rahmen, eben ein weißes Blatt vor. Schon der e i n e Strich, eine A b z w e i g u n g gar, könnte Abwehr provozieren und die Einbildungskraft aller sehenden Augen beleidigen. Das muss freilich die h o h e Kunst der vollständigen Reduktion bleiben, an die hier garnicht zu denken ist. Ich bin schon froh, gelingt es mir einmal, den Stift aus der Hand zu legen, bevor das Blatt k o m p l e t t zugekritzelt ist. (Wobei man dann allerdings in perfid dialektischem Umschlag wieder beim weißen Blatt, sprich: seiner Negativform angelangt wäre. Wie ja auch bei den bekloppten Komponisten der Nachkriegsavantgarde die t o t a l e und völlig zwanghafte Durchorganisation sämtlicher musikalischer Parameter als serielles Komponieren hörbar in die t o t a l e Beliebigkeit umschlug.) Hier also gilt’s den Zwischenräumen:

gesicht aoiuu1

 

gesicht oaiu4

 

gesicht zoitu5

 

gesicht oewiur6

 

gesicht woiruo3

 

gesicht hkjhi8

 

gesicht aoiu5

 

 

Die hingeworfene Linie

Februar 21, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Redner hört sich gern reden, der Zeichner hat Freude an seinen Strichen. Je mehr davon, desto besser. Oder? Für den Redner respektive Zeichner vielleicht, sicher nicht für den Zuhörer/Betrachter. Der klinkt sich dann schnell aus. Und da wir in unserem mimetischen Tun Wirklichkeit ohnehin nie erschöpfend abbilden/wiedergeben können, gilt es zu reduzieren. Also eher: je weniger, desto besser. Das tut uns allen gut, unseren nicht verschließbaren Ohren ebenso wie unseren reizgefluteten Augen. Fast bin ich versucht zu fragen: was ist schöner als ein weißes Blatt? Wer aber schon mal ein solches betrachtet hat weiß, dass sich doch allerlei Gebilde abzuzeichnen beginnen, schaut man nur lange genug hin. Anscheinend ist es gar nicht so leicht, „nichts“ auszuhalten. Unsere Sinnesorgane wollen anscheinend gefüttert werden. Geben wir dem Auge also ein paar Linien; schnell, reduziert, minimal:

Tulpen 03 Tulpen 04

Akt Kohle 4ttr63o

Tulpen 07

Akt Kohle sr446l1

Tulpen 01

Akt Kohle 3gg68l1 Akt Kohle 4tzz62 Tulpen 02

Tulpen 06

Tulpen 05

Akt Kohle g55ow3

Wo bin ich?

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