Selbst, jegliche Ähnlichkeit mit Mirselbst entbehrend,

Januar 29, 2018 § 2 Kommentare

 

aber mit authentisch fragendem Blick, wie er im Fenster eines durch den dämlich-trübsinnigen Spätnachmittag zuckelnden S-Bahn-Waggons sichtbar wird.

 

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März 2, 2017 § 2 Kommentare

Ich habe stets kleine Zettelchen bei mir, auf die ich gelegentlich Figuren, Gesichter oder kleine Szenen skizziere. Hauptsache schnell und mit dem Schwung der Emphase. Meist ist ein Foto die Vorlage, aus einer Zeitschrift oder einem Buch, gelegentlich eine Person im Raum oder auch mal eine unwillkürlich emporsteigende Erinnerung. Diese Zettel wandern in meine hintere Hosentasche, von wo sie in gewissen Abständen den Weg auf den Maltisch und irgendwann in eine Schublade finden. Von Zeit zu Zeit schaue ich dann mal durch und wäge, was zu mir spricht. So auch gestern. Und plötzlich war da die Lust auf Farbe, kleine Töpfchen Gouachefarbe in Griffweite, ein Pinsel sowieso, und hier ist sind die Ergebnisse:

 

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Alberto Giacometti

Januar 31, 2016 § 4 Kommentare

Schon des öfteren zeigte ich auf dieses Seiten Kugelschreiberkritzeleien auf Zeitungspapier oder Buchseiten. Dem wunderbaren Band „Alberto Giacometti. Begegnungen“ entnehme ich nun, dass Giacometti seine „Obsession für das menschliche Antlitz“ (Eva Hausdorf) in täglichen Kopierübungen auslebte. Er reproduzierte regelmäßig Abbildungen aus Zeitschriften oder Büchern auf Zeitungspapier, Briefumschlägen oder Buchseiten, vorzugsweise mit Kugelschreiber oder Bleistift. Oft begann er eine Arbeitssitzung im Atelier damit, wahllos aus Büchern Abbildungen herauszugreifen und zu kopieren. Interessant finde ich daran, dass es ihn nicht störte, die Fotografie eines Kunstwerkes oder menschlichen Kopfes als Vorlage zu wählen. Die Skulpturen und Ölbilder entstanden dann zwar in langen Sitzungen vor dem lebenden Modell, aber als Übung, getreu seinem Motto „kopieren um besser zu sehen“,  maß er „flachen“ Fotografien offenbar genügend Aussagekraft bei.

Die Vorlagen für folgende Zeichnungen sind der Süddeutschen Zeitung und dem besagten Band über Giacometti entnommen:

 

 

Ai Weiwei auf Zeitungspapier

 

Übermalung slkja

 

Übermalung weoiu

 

Büste von Diego

 

 

 

Diego Giacometti

 

Igor Strawinsky

Random Play

Januar 5, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Leichtfüßig starte ich ins Neue Jahr, ohne fette Tusche und klobige Rohrfeder. Ohne Farbe allemal. Ein leichter Uni-ball in Black, bei dem man nie genau weiß, ab welchem Andruck die Kugel ihre Tinte frei- und damit auf’s Blatt gibt. Wann also Stift und leicht gekörntes Papier ihren Dialog aufnehmen. Ist viel Unvorhersehbares dabei, und ich lass‘ mich gerne drauf ein. Auch auf das Neue Jahr übrigens. Nicht, dass es mich gefragt hätte, ob ich das möchte, aber möglicherweise werden wir gute Freunde. Ich hab da so eine Ahnung. Den MP3-Player, der mir Gesellschaft leistet beim Zeichnen, stellte ich übrigens auf Random Play. Toll, welche Songs da auf einem Mal rauspurzeln.  Ich sag ja immer: man soll höhere Mächte schalten und walten lassen. Auch mich hab‘ ich jetzt auf Random Play geschaltet. Und das purzelte schon mal raus aus mir:

Portrait 1lkfjgt

 

Portrait 1khjkq

 

Portrait 1lkjg

 

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Portrait 1lskj

 

Portrait 1lakjp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

USA (II) (aber nicht nur)

September 11, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Ruby Beach wep3

Ruby Beach, Washington, USA. In Kohle. Am Wochenende nehme ich mir den Regenwald vor. Dafür braucht’s Farbe. Neue Pigmente. Die besorge ich mir morgen in meinem Lieblingsladen in Kreuzberg. Wenn alles gut geht, wird die Visualisierung meiner Amerika-Eindrücke dann Fahrt aufnehmen.  Zwischendurch meldet sich das Thema Portrait. Betrachtete ich doch jüngst fasziniert einen sehr schönen Bildband mit Arbeiten Oskar Kokoschkas. Wie macht er das, dachte ich, und versuchte mich an einer Farberuption „Der Perser“ von 1923. Ich hatte nur  Schmierzettel und Kugelschreiber zur Hand und kam so erst garnicht in die Verlegenheit, mich farblich mit Kokoschka messen zu müssen.

nach Kokoschka

(Kugelschreiberzeichnung nach Kokoschkas Bild „Der Perser“)

 

Und hier versuchte ich, von Kokoschka – der mir in seiner Exzentrik, nämlich vor lauter Liebeskummer sich eine lebensgroße Puppe seiner Verflossenen (niemand Geringeres als die Witwe Gustav Mahlers, Alma Mahler-Werfel) anfertigen zu lassen, um sie Jahre später schlussendlich unter Alkoholeinfluss enthauptet im Müll zu entsorgen, durchaus sympathisch ist – zu lernen. Versuchte ich, wohl gemerkt, denn ich weiß nicht, wie er’s macht. Obwohl: eine Ahnung habe ich schon. Mir fehlt die Geduld, genau hinzuschauen. Ganz genau hinzuschauen.

 

Portrait 4gfpop3

 

USA (I)

August 27, 2014 § 4 Kommentare

Einer der weniger bekannten Nationalparks der USA ist der Olympic National Park, westlich von Seattle. Eine Entdeckung, denn hier findet man Regenwald, alpine Berglandschaft und wilde Pazifikküste auf engstem Raum. Davon kann ich schwerlich etwas auf’s Papier bannen und beschränke mich auf Marginales. Ein Amerikaner und zwei Amerikanerinnen vor Bergpanorama:

 

vor Bergpanorama

Treibholz am Shi Shi Beach:

Treibholz

(Am Pazifikstrand von Washington findet sich haufenweise Treibholz. Weißgewaschene Strünke und polierte Astgabelungen bilden verknotete Haufen oder ragen bizarr in den Himmel. Die Formen sind oft so abstrus, dass das Leben zurückzukehren scheint. Dies hier ist die ziemlich getreue Zeichnung eines dieser Holzstücke. Ich schwör’s.)

Dem Zweck entfremdet

Juli 14, 2014 § 6 Kommentare

Setzte mich anderntags mit der Zeitung in den Garten. Statt zu lesen zeichnete ich aber doch nur wieder. Das muss die Weltpolitik aushalten. Die SZ auch.

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Auf_Zeitungspapier_5gpe

 

Auf_Zeitungspapier_sdp4

 

Auf_Zeitungspapier_23fiie

Wo bin ich?

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