Blick‘ zurück

Juni 7, 2018 § 4 Kommentare

 

 

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Zartbrüstiger Zitronenschwärmer, vorbeifliegend

März 19, 2018 § 7 Kommentare

 

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Die Welt ohne Gott

März 14, 2018 § 16 Kommentare

 

rund um uns ist überall dunkle materie – bewegt von irrationalen zwangsläufigkeiten. der mensch entstand aus dem schlick und schleim der erde – und was seele genannt wird geht mit dem tod wieder darin ein. es gibt keinen gott und keine götter. selbst wenn es sie gäbe bräuchten sie uns nicht zu kümmern: was nicht berührbar ist vermag uns seinerseits nicht zu berühren.

 

 

 

die eigentliche kunst ist unsicher zu bleiben – fähig zwei einander wiedersprechende ideen gleichzeitig im kopf zu halten: das wissen um die vergeblichkeit jeder anstrengung und den glauben an die notwendigkeit des aufbegehrens.

 

 

 

wir glauben zeit zu erleben: doch ist dies falsch. einjeder erlebt nur momente – momente der erfahrung. schnipp mit den fingern: da ist ein bild – ein augenblick. schnipp sie erneut – und da ist wieder nur ein moment. du denkst zwar dass eines auf das andere folgt doch ist dies illusion: du erinnerst dich bloss im zweiten moment noch an den ersten. diese erinnerung ist jedoch keine erfahrung vergehender zeit: die erinnerung an den ersten moment ist nur teil des erlebens des zweiten. alles was wir erleben – alles was real ist – sind einzelne augenblicke.

 

 

der bauch einer frau ist eine taube welche die flügel an ihrer hüfte schliesst. eine düne wandernd mit dem atem. eine welle die zu ihrem schoss fliesst. ihr nabel das herz der taube. ein kiesel auf dem sandkamm. eine meeresschnecke.

 

 

 

hätte mich der allmächtige zu rate gezogen bevor er sich an die schöpfung machte würde ich ihm etwas einfacheres empfohlen haben. gäbe es gott müsste man ihn absetzen.

 

 

wir gehen auf der grenze zwischen dem augenblick und dem raum: der gelegenheit. wir leben im wissen nicht alles kontrollieren und zerstörerische momente abwenden zu können – im einklang mit dem was uns umgibt: alles wechselwirkt rund um uns ohne rücksicht auf uns zu nehmen.

 

(Alle Zitate sind von Raoul Schrott übersetzte Auszüge aus einem ungedruckten Manuskript, niedergeschrieben um 17oo und aufbewahrt unter dem Titel „Manuale Dell‘ Esistenza Transitoria (De Arte Nihil Credendi)“ in der Bibliotheca Classense. Ich entnehme sie dem wunderbaren Buch:

Raoul Schrott: Die Kunst an nichts zu glauben. Carl Hanser Verlag München 2015

Darin erfahre ich auch, dass es seit dem Mittelalter bis an die Schwelle der Neuzeit eine Tradition „geheimer“, schwer zugänglicher religionskritischer Schriften gab, teils gedruckt, teils handschriftlich vorliegend, teils andernorts nur erwähnt und Gerüchteumrankt, die allesamt Zeugnis atemberaubend unabhängigen Denkens ablegen.)

 

(Die Bilder sind Klecksografien – in Eitempera gebundene Pigmente im Moment ihrer Bildwerdung)

 

fountains of love

März 2, 2018 § 2 Kommentare

 

 

 

 

 

 

Aus der Serie objets klecksès (4)

Februar 22, 2018 § 6 Kommentare

 

(… jetzt, wo sich der Pulverdampf verzogen hat)

 

 

 

 

 

 

Stürmische Zeiten

Februar 20, 2018 § Hinterlasse einen Kommentar

 

sind immer.

 

 

Aus der Serie objets klecksès

Februar 8, 2018 § 7 Kommentare

 

 

 

 

 

 

 

 

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