In Watte

Februar 5, 2017 § 2 Kommentare

Eine Landschaft aus Schnee (noch!) und Nebel, weiß in weiß. Ausschwingende Hügel, atmende Ebenen, Kiefernwäldchen als versinkende Inseln im Dunst. Aufgebrochene Weidenstämme, glasig schmelzendes Eis. Schwäne. Die Uckermark dieser Tage.

 

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Winter remastered

Januar 18, 2017 § 14 Kommentare

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die chronisch zu kurz kommen. Ganz im Gegenteil. Ich fühle mich reich beschenkt vom Leben. Nur mit dem Winter hapert’s mal wieder. Hiesigen Ortes jedenfalls. Aus der näheren und weiteren Ferne erreichen mich Meldungen von putzweißen Feldern, tiefverschneiten Tälern und entrückten Höhen. Aber hier? Neulich, ja, da schneite es ab Mittag heftig, und ich radelte nach getaner Arbeit vom Kulturforum durch den bereits erdunkelten aber vom matt gelben Licht der Laternen und einem allseits reflektierenden Weiß Wattebauschig verzauberten Tiergarten rüber nach Moabit. Eine Freude war das. Abends aber, aus der Werkstattbühne der Staatsoper kommend, machte heftiges Tauwetter dem Ganzen schon wieder den Garaus. Ein paar Grade zu warm, zack, alles weg. Wo ich doch den Schnee so liebe. Sehr sogar. Gerade in der Stadt. Ausnahmezustand, Andocken an kindliche Freude über eine ins Schlingern geratende Erwachsenenwelt. (Orhan Parmuk hat für genau dieses Gefühl neulich in der Süddeutschen Zeitung* schöne Worte gefunden). Natürlich liebe ich auch den Sommer. Die Hitze, offene Poren, Schweiß und den ganzen Hormonkram. Nachts draußen ohne Jacke während die abschwellende Hitze noch nachknistert. Undsoweiter. Den Frühling liebe ich auch. Einfach rührend,  wie die Natur sich jedes Jahr aufs Neue ihrer Triebkräfte besinnt. Aber alles wäre nichts ohne den Herbst. Ihn mochte ich als erstes, weil im Leben früh was schief gelaufen war und ich glaubte, nur in einer tief empfundenen Innerlichkeit eine Daseinsberechtigung zu besitzen. Da störte alles Laute, Grelle, Extrovertierte, und der Nebel dämpfte die Anmaßungen einer Welt da draußen. Den November übrigens, der ja eigentlich so recht keiner Jahreszeit zuzurechnen ist, mag ich auch. Wann sonst sollte man sich von dem ganzen Jahreszeitenglücksgefühl erholen?

 

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* „Mit dem Schnee erwacht die Poesie“ . SZ vom 12.01.2017

Wo bin ich?

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