Geschichtet

August 13, 2015 § Ein Kommentar

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„Als älterer Künstler will man immer das Natürlich malen: einen Baum, ein Stilleben. Aber das Recht dazu hat man erst gewonnen, wenn man in seiner Jugend das Außergewöhnliche gemalt hat.“ Sagt Per Kirkeby, dänischer Maler, dessen Bilder mich gerade sehr faszinieren. Und mich fasziniert auch, dass er einfach immer malen wollte, seit seiner Schulzeit. Dennoch erst Geologie studierte, u. a. um ausgedehnte Reisen nach Grönland unternehmen zu können. Vormittags Wissenschaflter, ab ein Uhr  Maler. Als er sich dann in der Kunstszene bewegte, herrschte dummerweise gerade Malverbot, jedenfalls „unter intelligenten Leuten“. „Ich habe allerdings einen Trick gefunden. Ich habe nur auf Hartfaserplatten gemalt, immer quadratisch, 20, 25, und habe die dann in gleichem Abstand gehängt, ganz monoton, und habe gesagt: Das ist ein Konzept, das ist ein System und scheißegal, was auf den Platten ist, das ist eine Struktur. Dadurch hatte ich meine Legitimation und zugleich meine Freiheit und konnte losmalen.“ Hinter das Geheimnis seiner Bilder werde ich wahrscheinlich nie kommen, sie funktionieren einfach, und ich weiß nicht, wieso. Für mich nehme ich immerhin mit, dass, wie er sagt „jeder Maler … immer Schicht auf Schicht [malt]. Das ist ganz allgemein so.“ So hielt ich es auch bei den beiden Akten oben. Zwei kleine, alte, bereits beschichtete Leinwände fett überstrichen mit einer Mischung aus Umbra gebrannt und durch Phtalogrün verunreinigtes Schwarz. Dann mit weißer Wandfarbe so lange daraufherumhantiert, bis es passte. Und es passt, finde ich.

(Die Zitate sind dem Kritischen Lexikon der Gegenwartskunst entnommen)

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Der Herr von gestern

Juni 28, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Kopf torp66 b

bekam heute ein wenig Farbe spendiert. Bei Boesner in Charlottenburg bei Berlin (ach ne sorry, ist ja seit 1920 eingemeindet) erweiterte ich heute mein Pigmentspektrum um Moosgrün (ich bin ja ein Naturverbundener Mensch und lebe nur umständehalber in Der Großen Stadt) und Umbra gebrannt. Noch immer mische ich viel zu viel Farbe an, weil mich die Präsenz der selbstangerührten Farbe schier überwältigt und mein zartes Gemüt keine Farbräusche verträgt. Werde also wohl wie gestern die Farbreste in Büchern vermalen… Ach ja, der Herr hat Gesellschaft bekommen:

Halbakt 36oo5a

Wo bin ich?

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