Kopfstand im Gebirge

Juni 3, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

im Gebirge

 

 

 

 

 

 

 

Akt orangeblau

Mai 31, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Akt lerkj

Akt grünblau

Mai 30, 2019 § 3 Kommentare

Akt grünblau

Vom Schichten der Bilder

März 26, 2019 § 2 Kommentare

Jeder Malvorgang ist ein Aufschichten von Pigmenten. Form und Haltbarkeit bekommen sie durch eine zähe Masse, die den farbgebenden „Inhalt“ bindet. Die englische Sprache kennt da praktischerweise zwei Begriffe, wo wir uns im Deutschen mit nur einem begnügen müssen: „paint“ ist die aufzutragende Substanz,  „colour“ hingegen benennt das Farbphänomen. Auf einem stabilen Bildträger lässt sich dieses Aufschichten im Grunde beliebig lange fortsetzen, aus einem anfänglich „flachen“ Phänomen wird dann zunehmend ein dreidimensionales, das Bild mutiert zum Relief, das Relief zur Skulptur. Bis dahin ist es freilich ein weiter Weg, und obgleich die Übergänge hier, insbesondere in der neueren Kunst, fließend sind, und auch in älteren Zeiten schon immer Maler den pastosen Farbauftrag schätzten, droht die aufgeschichtete Farbe irgendwann abzubrechen. Als Idee für eine mögliche künftige Ausstellung spukt daher in meinem Kopf eine kleine Installation herum. In einer stillen Ecke steht ein Eimer, gefüllt mit dicken, abgeplatzten Farbschwarten. Vor dem Eimer steht ein Schild, auf dem zu lesen sein wird: „Bild im Eimer“. Bild im Eimer meint dann nicht nur ein gescheitertes Bild, und eine banale Beschreibung dessen, was man sieht, sondern ist zugleich ein Hinweis der Art, wie man sie gemeinhin unter einem Bildtitel findet: „Acryl auf Leinwand“ zum Beispiel, also ein Ausweis der verwendeten Technik. Warum aber überhaupt Schicht auf Schicht setzen, gnadenlos das einmal Gesetzte immer neu überformen und letztlich einen skulpturalen Bilderfriedhof produzieren? Die einfache Antwort: es gibt doch schon genug Bilder. Und nicht nur das, es werden immer mehr. Und zwar immer mehr immer mehr. Eine im digitalen Zeitalter exponentiell steigende Kurve, die eines nicht mehr fernen Tages die Menge aller produzierten Bilder mit der Menge aller möglichen Bilder in eins setzen wird. Alle Bilder verschmelzen zu einem Metabild: der Welt, wie sie optisch erfahrbar ist. Und das bringt mich zum eigentlichen Grund: So wie bei der Masse  heutigen Fotografierens nicht mehr das Foto Zweck der Tätigkeit ist, sondern der Moment des Fotografierens als Bewusstseinsbildender Akt (quasi: ich weiß, die Kulturpessimisten unter uns werden hier mit den Augen rollen) erlebt wird, geht es mir beim Malen auch, und immer mehr, um das Tun. Auf den folgenden Detailaufnahmen des aktuellen großformatigen Bildes, die x-ste Übermalung, zeichnen sich schon recht deutlich reliefartige Strukturen ab. Materialdynamische Verwerfungen, die uns darauf vorbereiten, dass die Ergebnisse schöpferischer Arbeit eines Tages wieder zu der Natur werden, der sie abgetrotzt wurden.

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Im Gelb

März 9, 2019 § 2 Kommentare

Dame vor Gelb

Ich mag dieses Gelb. Es thront auf Azurblau, wovon sich ein Rest auf der Stirn erhalten hat. Für den Durchblick.

Auf der Kippe

Januar 20, 2019 § 6 Kommentare

Himmel und Erde

 

Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Bild genau so vor meinem inneren Auge gesehen hätte. Es materialisierte sich aus einer Übermalung in raschen Pinselstrichen heraus, bis ich plötzlich den aufreißenden Himmel sah, das Blau, das da hervorlugt und an abziehendes Unwetter gemahnt…

Zwei tiefgrüne Akte

Januar 14, 2019 § 2 Kommentare

Den Akt auf die Fläche zwingen – hob ich an den Text zu schreiben, der sich gerade materialisiert, um dann, abgeschreckt von der Drastik der Wortwahl, inne zu halten und meine Sprache zu überdenken. Die versuchte Gewaltanwendung steckt im drohenden Misslingen, in der Angst vergeblicher Mühe. Dabei ist die Vorstellung betörend, einen Akt auf den Bildträger zu zaubern, oder, etwas prosaischer, sich auf den flachen Bildträger als eine Wirklichkeit ganz eigener Daseinsberechtigung einzulassen. Und darum nur kann es ja gehen. Suche ich meine Modelle dafür im Raum, oder im eingefrorenen Raum, der Fotografie etwa, ist der Abstand auch gar nicht so groß, wie es scheint. Schließlich nehmen wir den Raum als solchen ja nicht naiv empfangend wahr, sondern unser Gehirn konstruiert mit viel Aufwand eine Vorstellung davon. Dazu gehört viel erlerntes Wissen, und das im Auge gesammelte Licht gewissermaßen nur als Initialzündung. Man bedenke nur, dass die Netzhaut, auf der sich ein erster optischer Eindruck einfindet, bereits „flach“, also zweidimensional ist. Zwar haben wir derer zwei, doch die Stereo-Wirkung nimmt mit zunehmender Entfernung zum Objekt ab. Was einerseits zur Folge hat, dass wir bei Blicken in die Tiefe des Raumes im Zweifel schon mal die Dimension der Zeit zu Hilfe nehmen und uns bewegen müssen, damit im Gegeneinander-Verschieben der Objekte ihre räumliche Anordnung erkennbar wird. Und andererseits z. B. eine naturgetreue Zeichnung eines unmittelbar vor der eigenen Nase befindlichen Objekts unmöglich macht, es sei denn, man blendete zwei Zeichnungen ineinander, oder drückte ein Auge zu während des Abzeichnens. Gelingt es uns also, die „Konstruktionsarbeit“ des Gehirns auszuschalten – viele dazu taugliche Hilfsmittel wurden benannt (erwähnt sei nur, einen Rahmen vor die Landschaft zu halten) – so dürfte die Übertragung aufs Papier nicht schwer fallen. Wie aber wird das, was ich im Raum als „schön“ gesehen habe, auf dem Papier „schön“? Oder interessant, oder beunruhigend? Hier verzweifle ich regelmäßig, weiß ich doch noch nicht einmal, warum mich etwas zum Nachzeichnen reizt. Und am Ende bleibt nur das Bild. Es muss immer aus sich heraus funktionieren. Das gilt übrigens insbesondere für Portraits. Am Ende des Tages interessiert sich niemand mehr für eine vermeintliche „Ähnlichkeit“. Aber das nur am Rande.

 

Für diese fragmentierten Akte nahm ich Grün, diese sehr zu Unrecht geschmähte und aus dem Kreis der „Primärfarben“ verbannte Farbe, in ihrer schwer dunkel und tiefblau abgetönten Variante. (Die mir persönlich weit sinnlicher und geheimnisvoller dünkt als ein abgedroschenes Rot. Ist Blau die Ferne, so ist Grün die Tiefe)

constructing the nude 02

constructing the nude 01

Wo bin ich?

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