Brüllender Stier

Januar 15, 2017 § 4 Kommentare

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In einem Niederländischen Atelier vermutlich Mitte des 17. Jahrhunderts wurde dieser Stier modelliert und in Bronze gegossen. Später im Bayerischen Nationalmuseum fotografiert und in einer Publikation* abgedruckt. Dann die fotografische Vorlage abgemalt in Tusche auf mit Eitempera grundiertem chinesischen Papier unter Verwendung eines Wolfshaarpinsels. Das Bild abfotografiert und als Datei hochgeladen. Hier zu sehen auf dem Displays eines handelsüblichen Endgerätes. Auf seiner Reise durch Zeit und Medien verlor der Stier seine Dreidimensionalität. Dafür erstrahlt sein flaches Schattenbild nunmehr global im Lichte unzähliger Stromgetriebener Leuchtdioden.

 

 

* Von allen Seiten schön: Bronzen und Skulpturen der Renaissance und des Barock. Heidelberg 1995.

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Die Natur des Bildes – das Bild der Natur

Dezember 17, 2016 § 4 Kommentare

Was die Natur über Jahrmillionen schafft, zieht der Pinsel in Sekundenschnelle aufs  Papier. Reißt die Tusche, werden Berge von Eis sichtbar. Träge, ferne Gletscher, noch verschont vom Klimawandel. Gebirgsformationen auf der Netzhaut. Vielleicht aber, das Blatt gewendet um 90 Grad, windet sich ein Baum gen Himmel, verliert sich der Torso eines Körpers in Abstraktion gar. Das Bild ein Knoten, von dem aus Fäden in ganz verschiedene Richtungen abgehen, angelegentliche (danke Tikerscherk!) Rastplätze bietend für dankbare Augenpaare.

 

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Drei Köpfe

Dezember 4, 2016 § 2 Kommentare

Tusche auf „Drachenpapier“.

 

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Tuschen

Dezember 3, 2016 § 2 Kommentare

Der chinesische Laden im Nachbarkiez hält Unmengen eines großformatigen, besonders stabilen und sehr grob gefertigten Papieres auf Lager. Er nennt es Drachenpapier. Vielleicht, weil es sich gefräßig saugend Flüssigkeit einverleibt. Ein sehr aktives Papier also, das ein gewichtiges Wörtchen mitredet im bildnerischen Prozess. Ganz im Unterschied zum iPad etwa, das als willig dienstbares Tool geradezu unterwürfig daherkommt, und über dessen Oberfläche der Zeichenstift flutscht wie einst Hans-Jürgen Bäumler übers Eis. Als Dilettant kracht man da schnell gegen die Bande. Die grob knarzenden Fasern des Drachenpapiers hingegen drehen selber Pirouetten, und was für welche!

 

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selbst. auch nicht jünger geworden.

Oktober 26, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

selbst

ANH im LCB

September 12, 2015 § 2 Kommentare

Alban Nikolai Herbst im LCB

Letzten Dienstag stellte Alban Nikolai Herbst seinen neuen Roman „Traumschiff“ im Literarischen Colloquium Berlin vor. Eine wunderbare Veranstaltung, die erst jetzt ihren Niederschlag auf diesen Seiten findet, weil eine Erkältung den Dilettanten zu Boden drückte. Ich traue mich kaum zu erwähnen, dass ich es dieser Lesung verdanke, nach über zwanzigjähriger Beheimatung in dieser Stadt nunmehr erstmalig das LCB aufgesucht zu haben – ein Ort, der auf meiner Liste der unbedingt zu besuchenden Orte ganz oben stand, seit ich in den späten 80iger Jahren an der TU Berlin beim alten Höllerer, dem Gründer des LCB, Germanistikseminare besuchte. Dessen Sohn nun führte ein in Gespräch und Lesung. Alles Wissenswerte zu dem Buch lässt sich an berufenerer Stelle nachlesen – ich empfehle auch den Blog des Autors „Die Dschungel„: ich wüsste keinen Schriftsteller, der radikaler Einblick gewährte in Schaffensprozesse und dabei auf einem zwischen Profession und Privatem hoch aufgespannten Seil so virtuos hin- und herbalancierte.

 

Alban Nikolai Herbst und Wiebke Porombka im LCB

Alban Nikolai Herbst und Wiebke Porombka im LCB

 

 

Phthalogrün

Juli 19, 2015 § 2 Kommentare

 

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