Stadt unter

Mai 28, 2017 § 2 Kommentare

Sommer. Saftiges Grün unter azurner Kristallkugel. Die große Stadt aufgefressen von Natur. Mit Skizzenblock und Fotoapparat an der Spree entlang, vorm ehemaligen Innenministerium grüßen Konrad Zuse und Thomas Mann, durchs Schneegestöber entfesselter Pappeln dann Richtung Tiergarten. Rhododendronhain, Liegewiesen, Flötenspieler im Baum, Friedrich Wilhelm III. Übers Kulturforum zur oberen Potsdamer Straße, dort gestärkt mit Couscous und Nudelsalat draußen, selbst der Autoverkehr respektiert das grenzenlose Blau über mir.

 

 

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Parallelbildungen

Juni 14, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

„…und aus sandigem Grunde strebte darin eine groteske kleine Landschaft verschieden gefärbter Gewächse empor, eine konfuse Vegetation blauer, grüner und brauner Sprießereien, die an Algen, Pilzen, festsitzende Polypen, auch an Moose, dann an Muscheln, Fruchtkolben und Bäumchen oder Äste von Bäumchen, da und dort geradezu an Gliedmaßen erinnerten – das Merkwürdigste, was mir je vor Augen gekommen: merkwürdig nicht so sehr um seines allerdings sehr wunderlichen und verwirrenden Ansehens willen, als wegen seiner tief melancholischen Natur. Denn wenn Vater Leverkühn uns fragte, was wir davon hielten, und wir ihm zaghaft antworteten, es möchten Pflanzen sein, – ’nein‘, erwiderte er, ‚es sind keine, sie tun nur so. Aber achtet sie darum nicht geringer!'“ (Thomas Mann, Doktor Faustus)

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