rosagelb

Dezember 7, 2017 § 6 Kommentare

 

Rosa ist gefährlich. Kein Farbeffekt ist billiger zu haben. Sexualisiertes Fleisch, Biologie, Urschlamm. Noch gefährlicher in Verbindung mit gelb. Jetzt, wo der Maler Balthus mal wieder auf den Prüfstand kommt – eine Online-Petition fordert die Abhängung des im New Yorker Metropolitan Museums hängenden Gemäldes „Therese, träumend“ (s. Artikel „Lolita soll gehen“ in der Süddeutschen von heute) – und die Grenzen zwischen Kunst und Realität, Vorstellen und Handeln neu verhandelt, vielleicht nachjustiert werden, lohnt es sich, neu über all dies nachzudenken. Welche Freiheit hat der Künstler. In welcher Verantwortung steht er. Was darf von Kunst erwartet werden. (Nebenbei: ein Blogger echauffierte sich neulich über eine am Steuer mit dem Handy telefonierende Tatortkommissarin – als hätte sie per se eine Vorbildfunktion, bzw. der Tatort den Auftrag zur Volksbildung)  Und eines scheint mir klar: jede Gesellschaft verhandelt die Grenze zum Unerlaubten, zum Tabu hin aufs neue. Und passiert dies, werden spannende Einblicke in die Grundlagen der menschlichen Existenz möglich.

Verregnete Schöpfung

Juni 29, 2017 § 4 Kommentare

(Man fragt sich natürlich, wo der ganze Regen herkommt. Kübelweise, den ganzen Tag bereits, und ein Ende ist nicht abzusehen. Bestimmt von den Russen. Dabei ist diese feucht warme Lust Luft ungemein sinnlich, weckt Begehrlichkeiten. Apropos Begehrlichkeiten: Wenn der Bundestag morgen die Ehe für alle beschließt, haben die Kirchen wieder ein Problem mehr. Ehe ohne den Zweck der Fortpflanzung, also Sex um seiner selbst willen – das erschüttert die christliche Dogmatik in ihren Grundfesten. Ist im Schöpfungsplan schlicht nicht vorgesehen. Aus dem Dilemma kommt die Kirche nie raus, möchte man meinen. Andererseits: dass die Erde nicht Mittelpunkt des Universums ist, hat sie irgendwann ja auch zugegeben…)

 

 

 

 

 

 

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