Rehausen IX

August 15, 2021 § 2 Kommentare

Erneut ein paar Skizzen. Spontan, schnell, und einzig in dem Bestreben, Proportion, Perspektive und „Glaubwürdigkeit“ eines flüchtigen Moments zu erwischen. Ähnlichkeit zu lebenden Personen natürlich rein zufälliger Natur. Glücklicherweise hat sich auch meine Perspektive unterdessen verschoben. Erhöht, genauer gesagt – von der sitzenden Mittellage in die aufrechte Spitzenposition. Damit ist auch das baldige Ende meiner Rehäuser Beiträge nunmehr absehbar. Passt.

Rehausen VIII

August 7, 2021 § 3 Kommentare

Es gibt sie noch, die Raucher. Versteckt hinten im Wald, hinter den Corona-bedingt gesperrten Holzpavilons.

Rehausen V

Juli 18, 2021 § 4 Kommentare

Verweile doch, du bist so krumm…. nun ja, krumm sind hier allenfalls die Knochen der geschundenen Menschen, die sich zwischen Elektro- und Physiotherapiesitzung ein sonniges Nachmittagsstündchen zum Entspannen auf der Gartenterasse gönnten. Jetzt, zum Abend hin, ist alles verwaist, und zurück bleibt das Mobilar, dem der schnelle Strich meiner Zeichnung etwas Krummes verleiht.

Rehausen II

Juli 11, 2021 § Ein Kommentar

Ein schönes Erker-Zimmer mit freundlich hereingrüßendem Laub- und Fichten-Bestand, morgens in sonnengereifter Pracht erstrahlend, abends mild ermattete Strahlen gnädig durchlassend für den liebevoll inszenierten Tanz gefilterter Lichtpunke. Die als Leinwand fungierenden weiß gekalkten Zimmerwände akzeptieren den TV-Monitor in ihrer Mitte und verleihen den abendlichen EM-Spielen nebenher eine poetisch-friedliche Note. Ich bin zuversichtlich, dass selbst 60.000 gebrexte Engländer in ihrer vorsintflutlichen Raserei dem Charme dieses allabendlichen Zaubers nichts anhaben werden. In der Cafeteria und am See den Sonntag für weitere Skizzen genutzt.

Aktzeichnen

Oktober 26, 2020 § 5 Kommentare

Das Modell vor Beginn der Sitzung:

und währenddessen:

Mit dem Patsche-Finger Konzertpublikum gezeichnet

August 3, 2020 § 4 Kommentare

Neulich im Rosengarten des sommerlich durchlichteten Pankower Bürgerparks den Swinging Hermlins gelauscht. Nicht ganz meine Musik, aber reizende Atmosphäre und hoch gestimmtes Publikum. Aus Zeitvertreib ein paar schnelle Skizzen angefertigt, in Ermangelung von Stift und Papier mit Finger und Smartphone. Da könnte man ebenso gut mit Baseballschläger Billard spielen, oder mit Fäustlingen Klavier. Aber reizvolle Herausforderung.

 

Erhöhter Sicherheitsbedarf

Juli 2, 2020 § 7 Kommentare

 

Das IPad ist mir ein nützlicher ständiger Begleiter geworden, viele Aufgaben des Alltags lassen sich bequem damit erledigen. Schreiben, scannen, zeichnen, dokumentieren, vorführen. Es ist schlank, robust, passt in jeden Rucksack – leider von Apple. „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ sagt es regelmäßig, anstatt „Hallo“, oder „Schönen guten Tag“. Wenn ich möchte, kann ich auch das Kleingedruckte der Begrüßungsformel lesen: „Schütze deine Apple-ID und iCloud-Daten, indem du die Sicherheit erhöhst.“ Sicherheit? Von was? Vor wem? Was ist überhaupt „meine“ Apple-ID? Und soweit ich weiß, besitze ich keine iCloud-Daten. Hab sie jedenfalls nicht angelegt. Das ist, so  möchte ich meinen, die sicherste Form der Anlage überhaupt: keine Anlage. Fühlt sich Apple vielleicht nicht sicher vor mir? Haben die ein Problem  mit mir? Die Hartnäckigkeit der Begrüßungsformel lässt auf letzteres schließen. Ich bin lästig, ein Querulant, der sich weigert, unter Apples Schutzschirm zu kriechen, der meint, ein einmal gekauftes Produkt sei so etwas wie Eigentum, selbstherrliche Verfügungsmasse, Spielwiese eigenen Tuns  und Lassens, womöglich gar – o Gott – PRIVAT. Geht dich nix an, Apple, MEINE Sicherheit, MEIN Spielzeug, MEIN Bier. Pasta. Darfst mal gucken, wie’s bei mir aussieht, schau mal, hab ich mit dem IPad gezeichnet:

 

Von Socke zu Socke

April 23, 2020 § 2 Kommentare


(im Corona-Home-Studio-Office lässt sich eine Arbeitspause schon mal für ein schnelles Selbstportrait nutzen…)

((die Anspannung im Gesicht ist dem Auffinden der Linie geschuldet, nicht der sonnendurchflutet vogelzwitschrigen Balkonszenerie unweit meines linken Ohres)

 

Scarlatti atmen

April 6, 2020 § Hinterlasse einen Kommentar

Nachdem ich fünf laufende Meter Schallplatten schweißtreibendst in meine neue Wohnung überführt habe, freunde ich mich nun damit an, über Naxos alle CDs der Welt streamen zu können. Und das völlig umsonst mithilfe der Bibliothek meines Vertrauens, die den Zugang für ihre Nutzerinnen lizensiert hat (was jetzt unter uns bleiben muss, denn die Anzahl gleichzeitiger Zugriffe ist begrenzt). Und da spielt der französische Pianist Lucas Debargue Scarlatti-Sonaten. So hinreißend, als fiele die Musik direkt vom Himmel. Alles wohl geformt, gestaltet, gerichtet, erleuchtet. Jede Phrase fein ziseliert, unendlich nuanciert. Das geht durch und durch. Dabei spielt Debargue, als würde er einfach nur atmen. Anstrengungslos. Aber dafür muss man einmal um die Welt gereist sein, wie der Held in Nabokovs Erzählung „Frühling in Fialta“, der seiner On-Off-Geliebten gegenüber vom „Du“ zum „Sie“ zurückkehrt, nachdem er in erotischer Hinsicht mit ihr die Welt umsegelt hat. Oder wie wir alle jetzt anders atmen, nachdem uns ein blödes Virus klargemacht hat, wie qualvoll man ersticken kann wenn die Atmung nicht mehr funktioniert.

 

(aus meinem Skizzenbuch)

Vertieft

Februar 13, 2020 § 13 Kommentare

 

 

In der Zahnarztpraxis wartet ein jeder auf seine Weise. Wollte ich nur mal kurz anmerken. Nicht dass das Jahr verstreicht ohne einen einen einzigen Dilettantenblogbeitrag…

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