Rehausen IX

August 15, 2021 § 2 Kommentare

Erneut ein paar Skizzen. Spontan, schnell, und einzig in dem Bestreben, Proportion, Perspektive und „Glaubwürdigkeit“ eines flüchtigen Moments zu erwischen. Ähnlichkeit zu lebenden Personen natürlich rein zufälliger Natur. Glücklicherweise hat sich auch meine Perspektive unterdessen verschoben. Erhöht, genauer gesagt – von der sitzenden Mittellage in die aufrechte Spitzenposition. Damit ist auch das baldige Ende meiner Rehäuser Beiträge nunmehr absehbar. Passt.

Rehausen VIII

August 7, 2021 § 3 Kommentare

Es gibt sie noch, die Raucher. Versteckt hinten im Wald, hinter den Corona-bedingt gesperrten Holzpavilons.

Rehausen VII

August 3, 2021 § 2 Kommentare

Zwei Ruhebedürftige unter einer Kiefer.

(Nichts Spektakuläres hier. Einfach der Zeit vertrauen)

Rehausen VI

Juli 26, 2021 § Ein Kommentar

Wer sein Leben neu auf die Beine stellt, findet auch mal die Zeit zu beschaulicher Wolkenbetrachtung. Zu wunderlichen Ungetümen erstarrt präsentiert sich hier das Gewölk. Wendet man den Blick jedoch eine Weile ab, so zeigen sich unter der Hand völlig neue Formationen. Dieses Prinzip schaue ich mir für die Reha ab. Denn allzu ergeiziges Fixieren bestimmter Ziele, gewünschter Fortschritte, führt zu Frustration ob vermeintlichen Stillstandes. Erst das Loslassen, die freundliche Herreinnahme anderer Themen macht die Veränderung am Ende sichtbar. Über zwei Birken thront hier ein pausbäckiger, geflügelter Budda, die Hand erhoben zu mildem Gruß. Ich glaube, im Vorübergleiten segnet er mein Begehr.

Rehausen V

Juli 18, 2021 § 4 Kommentare

Verweile doch, du bist so krumm…. nun ja, krumm sind hier allenfalls die Knochen der geschundenen Menschen, die sich zwischen Elektro- und Physiotherapiesitzung ein sonniges Nachmittagsstündchen zum Entspannen auf der Gartenterasse gönnten. Jetzt, zum Abend hin, ist alles verwaist, und zurück bleibt das Mobilar, dem der schnelle Strich meiner Zeichnung etwas Krummes verleiht.

Rehausen IV, mit einem Seitenhieb auf Beuys und einem Loblied auf Cage

Juli 15, 2021 § 11 Kommentare

Manche Menschen haben das Glück, das Selbstverständliche ein zweites Mal erlernen zu dürfen. Gehen, zum Beispiel. Den Körper, als recht eigentliches Wunder, neu begreifen. – Naja, die Not zur Tugend verklärt, klar. Aber gerade wird mir, als übungsbegleitend permanent Radio Hörender der zum Heiligen verklärte Beuys um die Ohren gehauen. Der ja auch die Perspektive auf die Kunst einfach umkehrte. Kunst ist für alle, machen alle. Gut immerhin für ihn, dass sein Part ihm allein vorbehalten blieb. Er sich um so doller von der Masse abheben konnte, je mehr er sich ideologisch mit ihr gemein machte. Wie wohltuend sich davon einer wie John Cage abhob, der weit vor Beuys bereits alles Elitäre an Kunst überführte in ein allgemeines Bewußtseinsprinzip. Und dabei so bescheiden blieb. Anschaulich illustrierte er seinen Kunstbegriff in der Antwort auf die Frage: Ist der Akt des Öffnens einer Tür Kunst? Wenn man es aufführt, ja. Also: Gewinne ich etwas, wenn ich weit hinter einem bereits erreichten Stand neu beginne? Wenn ich es neu betrachte, „aufführe“ – ja. Nie werde ich Cages verschmitztes Lächeln, seine überaus sympathische Art vergessen, derer ich Ende der 80er Jahre im Frankfurter Theater am Turm TAT zuteil werden durfte. Und seine inspirierenden Erkenntnisse zur Kunst, die das Leben umschließen.

Rehausen III

Juli 13, 2021 § 3 Kommentare

Wer sich ihr öffnet, dem offenbart auch die Schattenseite des Lebens ihren Reiz. Abendlicher Schattenwurf an der Klinikzimmerwand.

Wo bin ich?

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