Mit der Zahnbürste durchs Bode-Museum

Februar 12, 2017 § 2 Kommentare

Warum verhehlen, dass der Pinsel ein unbeholfenes Instrument ist? …Das ist, als wolltet ihr den lichtgleißenden Kosmos mit einer Zahnbürste angehen.

Die frisch aus der Bibliothek ausgeliehenen Tagebücher Witold Gombrowiczs (1904 – 1969), ein stattlicher Wälzer von gut 900 Seiten, lagen auf meinem Tisch. Ich schlug sie wahllos in der Mitte auf, und – bam – ein Paukenschlag: ich war mitten in einer Polemik gegen die Malerei, die sich gewaschen hat. Gleich von zwei Seiten nimmt dieser faszinierende Autor, von dem ich bisher nur wenig gelesen habe, die bildende Kunst in die Zange. Einmal als diejenige unter den Künsten, die das Leben nicht in seiner Bewegung darstellen kann – und Leben ist, laut Gombrowicz, Bewegung. „Das Wort entwickelt sich in der Zeit, das ist wie ein Ameisenzug, jede bringt etwas Neues, Unerwartetes… Der Maler aber ist mit einem Satz restlos ausgeworfen, ganz auf der Fläche, reglos auf der Leinwand – wie ein Klumpen.“ Zum anderen über das, wie er es nennt, Milieu der Maler und ihrer Anhänger, die einer törichten Mystifikation der Kunst das Wort reden. „Zunächst einmal zwingt euch jener komplizierte Herdenmechanismus, der sich historisch herausbildet, vor dem Gemälde in die Knie – und erst dann versucht ihr, euch mit einer raffinierten Argumentation weiszumachen, ihr wäret deshalb in Begeisterung geraten, weil das Werk begeisternd sei.“ Gombrowicz, Skeptiker durch und durch, mistraut der Begeisterung, dem Überhöhten und der auf den Schild gehobenen Idee. Soweit der Anfang meiner Beschäftigung mit diesem Autor. Fortsetzung folgt. Hier nun einige Versuche, die im Nachgang zu einem Besuch des Bode-Museums in Berlin mit der Zahnbürste auf chinesische Papier entstanden. Da ist zunächst eine Tonfigur von Caius Gabriel Cibber, „Sinnbildliche Darstellung von Wahnsinn und Raserei“. Sodann eine Plastik aus dem späten 16. Jahrhundert, betitelt „Schreiende Frau“, die mich immer wieder fasziniert. Als nächstes die „Kopfstudie eines Afrikaners“, schließlich ein Detail aus der Gruppe „Samson und Delila“ von Artus Quellinus d. Ä.

 

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(Alle Zitate aus: Witold Gombrowicz, Tagebuch 1953 – 1969. Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Hanser Verlag 1988.)

Nachlese Ethnologische Sammlung Dahlem Teil zwei

Januar 12, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

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Nachlese Ethnologische Sammlung DahlemTeil Eins

Januar 10, 2017 § 6 Kommentare

Saal der Mesoamerikanischen Kulturen im Ethnologischen Museum Dahlem

Der Saal der Mesoamerikanischen Kulturen im Ethnologischen Museum Dahlem an seinem letzten Öffnungstag.

 

Bleibt, dem Geist der Exponate mit Pinsel, Tusche und grob gewirktem bräunlichem Papier nachzuspüren…

 

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Die Maya – Sprache der Schönheit

Mai 30, 2016 § 2 Kommentare

So lautet der Titel einer zur Zeit laufenden Ausstellung im Berliner Gropius-Bau. Spektakuläre Einblicke in eine grausame und – aus sicherer zeitlich/räumlicher Distanz heraus betrachtet – beeindruckend schöne Welt. Eine größere Distanz zu unserer auf Sicherung/Absicherung bedachten, behüteten Welt scheint kaum denkbar. Obwohl – verstärkte Tendenzen zu Bodyart in Form von Piercings, Tattoos etc. weisen ja wieder in eine andere Richtung…

Im folgenden drei Eitempera- bzw. Kohleskizzen nach Ausstellungsexponaten.

 

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