Goldocker, Melser Grau, Roter Marokkanischer Ocker, Bayerische Grüne Erde…

Oktober 22, 2015 § 4 Kommentare

Ein Heidenspaß, neue Pigmente anzurühren. Vor allem Erdpigmente haben es mir angetan. Sie leuchten auf Papier. Am Monitor ist die Wirkung viel flacher, leider. Geht halt nix über das Echte.

 

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Marathon lkju

 

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Eine Schubkarre, ein Südamerikanischer Nationalheld, ein Traumhaus aus Pigmenten und ein Emu

Oktober 18, 2015 § 2 Kommentare

War ich neulich noch, wie viele andere, dem Gerücht aufgesessen, die Neue Nationalgalerie in Berlin werde generalsaniert, und hatte als gewissermaßen erstes Anzeichen beginnender Bautätigkeit einen in unmittelbarer Nachbarschaft ausgehobenen Baggersee ausgemacht, so muss ich mich nun korrigieren. Die Neue Nationalgalerie wird nicht saniert. Vielmehr ist eine so lautende Ankündigung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Wahrheit der Beginn einer großkonzeptionellen Kunstaktion, die ein bisher als „Kunst am Bau“ bekanntes Verfahren in „Bau als Kunst“ umfunktioniert. Hier das erste untrügliche Anzeichen:

 

Schubkarre in der Nationalgalerie_

Das Foto zeigt das Innere der Neuen Nationalgalerie, aufgenommen am 17.10.2015.

Ohne an dieser Stelle bereits allzu tief in die Diskussion über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion einsteigen zu wollen, möchte ich doch auf das sensationelle Blau der Schubkarrenradkappe hinweisen, das das vibrierende Geflecht aus einerseits in den Boden gestanzten Sichtachsen, andererseits locker darüber geworfener Kabellage sensationell in Schach hält.

 

Simon Bolivar schräg gegenüber bleibt allerdings erstmal skeptisch, während Alexander Camaros Glasbausteine an der Westfront der Staatsbibliothek in den gewohnt warmen Tönen leuchten:

Stabi_

 

Soweit die Situation am Kulturforum. Zuhause nahm ich dann verschiedene Rotpigmente und ein Kobaltgrün und buk mir daraus ein Haus:

 

Farbstudie lxkcZu guter letzt zeichnete ich ein Emu. Das musste einfach sein.

 

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Einige Tiere ohne und ein Prachtband voller Farbe

Oktober 10, 2015 § 2 Kommentare

Ich mag ja den Geruch von Terpentinöl. Meine Schleimhäute leider nicht so. Das bremst ein wenig die Lust auf Farbe und das Anrühren von Pigmenten. So übe ich einstweilen trocken durch vertiefte Lektüre dieses herrlichen Buches,

Farbpigmentedessen Mitautor Stefan Muntwyler das Motto vorgibt: „Malen ist zu kulinarischem Genuss geworden.“ Der Prachtband lässt in Sachen Optik, Haptik und Intellekt keine Wünsche offen. Aus der Linie geboren, aber farblos bleiben ein paar Tierkohlezeichnungen, die ich zwischendurch als Lockerungsübung anfertigte:

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Tierzeichnung lgkju

 

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Tierzeichnung slkju

 

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Durchbruch im Dilettantenstüberl

Oktober 4, 2015 § 3 Kommentare

Dilettanten sind ja keine Großkünstler, die geräumige Ateliers bespielen und im Vollbesitz sämtlicher für die künstlerische Produktion erforderlicher Ressourcen sind als da wären Raum, Zeit, Material, Energie. Statt dessen hausen sie in Kleinstwohnungen, Dachkammern, Provisorien oder Zelten. Und malen- wenn sie denn malen – zwischen Bücherregalen, Wäscheständer, Kochtöpfen und Matratzen. Resultat ist der tägliche Konkurrenzkampf aller an diesem Setting Beteiligten. Bemalte Blätter bedrängen Bücher, Leinwände konkurrieren mit Sitzgelegenheiten, das Marmeladenglas im Kühlschrank duldet widerwillig die angerührte Eitempera im Nachbarglas und so weiter und so fort. Da ist es nicht leicht, Frieden zu stiften zwischen allen Beteiligten, geschweige denn eine Richtung vorzugeben. Allen zugeschalteten Dilettanten da draußen sei hiermit aber feierlicht mitgeteilt, dass mir in den letzten Tagen ein bahnbrechender, geradezu richtungsweisender Durchbruch gelang. Stichwort Arbeitsökonomie. (Profis hören jetzt mal kurz weg) Ich vollzog den Schritt von mit Farbe gefüllten Einzelgläsern zur Palette. Haah, der hat jetzt das Rad erfunden, mag mancher denken. Deswegen noch etwas genauer: Bisher stellte ich ein Glas mit Eitemperabindemittel her, das dann als Vorrat zwei bis drei Wochen im Kühlschrank hielt. Blieb aber länger in Gebrauch, weil ich ja nicht immer malen kann (sie oben: Mangel an Ressource Zeit) und ich auch nichts wegschmeißen kann. Die Pigmente wurden wiederum in Einzelgläsern mit dem fertigen Bindemittel vermischt und nach Gebrauch ebenfalls verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt. Hält auch nicht sehr lange, wurde aber länger benutzt aus den eben genannten Gründen. Sind die Gläser schließlich aufgebraucht, muss man sie spülen, was eine ziemlich farbenfrohe Angelegenheit ist, zudem schweißtreibend und zeitaufwändig sowie mit intensivster Geruchsbelästigung einhergehend. So ging ich nach und nach dazu über, sie schweren Herzens einfach wegzuschmeißen, was die Nase ent- und das Gewissen belastete. Dennoch sammelten sich für die verschiedenen Pigment mehr und mehr Gläser im Kühlschrank bzw auf dem Mal/Schreibtisch an, und immer öfter stand ich umnebelt von verschiedensten Gerüchen am Bild (nein, da werden keine Endorphine ausgeschüttet). Das bremste eindeutig die Lust auf Farbe. Aber nun: Richtungskompetenz rein – schlaffes Treibenlassen raus. Im Baumarkt kaufte ich mir eine Kunststoffplatte PROTEX LIGHT, weiss. Da gebe ich jetzt eine Messerspitze Pigment (in Wasser angedickt) drauf und gieße eine ebensolche Menge Bindemittel drauf. Mit dem Pinsel angerührt, fertig. Das gleiche für die anderen Farben. Nur für den Tagesbedarf. Das Brett ist groß genug für kleinere Formate. (Geht’s wieder an die großen, muss vielleicht doch das ein oder andere Glas wieder her…). Und weil das so eine feine Sache ist, ging ich das gleich mal richtig systematisch an mit den Farben. Sämtliche vorhandenen Pigmente angerührt und Farbproben in ein kleines Büchlein gepinselt, so richtig beschriftet, mit viel oder wenig Pigment, mit weiss oder schwarz gemischt. Da sitze ich jetzt morgens am Kaffeetisch und studiere meine Farben…

Hier ein paar Farbspielereien auf Papier:

 

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Farbspiel alkji

 

Farbspiel slkji

 

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Farbspiel nlkjo

 

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Farbspiel lkju

 

Farbspiel alkhjt

 

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Im Farbenrausch

August 6, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Zwei Kühe auf der Wiese

Ich war heute in einem kleinen, verkruschten aber ungemein sympathischen Künstlerbedarfsladen in Kreuzberg, Hinterhof, erster Stock. Um meine Pigmentpalette zu erweitern.  Der Herr über dieselben ließ sich nach anfänglicher Zurückhaltung, die als mürrisch zu titulieren unfair wäre, gerne durch ein paar locker heraus gehauene Sprüche aus der Reserve locken. Zum Beispiel über die kürzlich von der Wissenschaft als nutzlos, ja sogar schädlich disqualifizierten Omega-3-Fettsäuren, deren Absatz zuvor unseren Pillen- und Lebensmittelherstellern famose Umsätze beschert hatte. (Muss halt jetzt eine andere Sau durch’s Dorf getrieben werden)  Als wir fertig miteinander waren lief er mit mir die Treppe runter in’s Erdgeschoss, durch den Hof nach vorne zur Hoftür, die ein sicherheitsbedürftiger Mitbewohner abgeschlossen hatte. Geleitschutz für die Pigmente. Bekommt nicht jeder!

Wo bin ich?

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