Träumender Faun

August 26, 2016 § 2 Kommentare

Träumener Faun

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Drittes Seestück: Hero und Leander

Februar 16, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Hero und Leander

Immer noch Rosa. Dazu Moosgrün, Karminrot, Cadmiumgelb. Und irgendwo da unten liegt Leander.

Justitia

November 29, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Justitia

Janus

Oktober 13, 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Janus b_

Twombly, die Mythologie und der Dilettant

August 19, 2012 § 2 Kommentare

Ich habe mich mal wieder größeren Formaten zugewandt. Und der Sublimation. Im Hamburger Bahnhof hab ich die Ausstellung Twombly und die Schule von Fontainebleau gesehen. Und obwohl der Manierismus des Barock Kunst in ihren dekorativen Aspekten betont war ich erstaunt zu sehen, wie sehr  Motive antiker Mythologie in aller wünschens/unwünschenswerten Drastik verarbeitet wurden. Sex, Crime und Rock ’n Roll – darauf basiert in weiten Teilen die Erfolgsgeschichte der abendländischen bildenden Kunst. Und die Stoffe dazu findet sie in den archetypischen Geschichten und Gestalten der griechischen Mythologie. Die Kunst ist der Hebel, durch den das Unsagbare vorzeigbar wird.

Satyr und Nymphe

Bei Twombly ist alles da, aber viel subtiler. Es ist mir ein Rätsel, wodurch seine Bilder ihre Zauberkraft entfalten. Im Hamburger Bahnhof hängt sein dreiteilig großformatiges Bild Thyrsis von 1977. Da besticht schon der verschwenderische Umgang mit Leinwand: auf die  riesige weiße Fläche setzt er ein dunkelgrünes Farbknäuel, lässt es im Schein eines angedeutet zartrosa schimmernden Abendhimmels glühen und diese Eruption auf der übrigen Fläche ein wenig nachzittern. Dazu schreibt er „I am Thyrsis, blessed with a tuneful voice“. Sex and Drugs and Rock ’n Roll. Perfekt.

Wieder zuhause geht der Dilettant ans Werk und lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen

Kuh

nach: Alvermann, Ich liebe dich

Einander zugewandt

Begegnung

Halbakt seitlich grün

Aktzeichnen

November 11, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Von Nietzsche stammt die Bemerkung: „Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.“ Trost und Versöhnung des Menschen mit seinem unbegreiflichen Schicksal – darum geht’s wohl letztlich in der Kunst. Und wie gelingt das in der Malerei? Durch Darstellung archetypischer Muster und traumatischer Erlebnisse. Dafür stellt die antike Mythologie reichlich Material zur Verfügung. Aber trösten lassen will sich der Mensch auch am und durch das Schöne. Da Maler in der Vergangenheit Männer waren, lag nichts näher, als Frauen, insbesondere: schöne, nackte Frauen zu malen. Das kollidierte zwar mit einem strengen Sittenkodex. Doch sprang dankenswerter Weise auch hier die antike Mythologie ein. Sie bot einen unerschöpflichen Fundus an Begebenheiten, die sich um nackte Frauen in Gegenwart überwiegend bekleideter Männer ranken. Wollte der Künstler also eine nackte Frau malen, so nannte er sie Diana, Venus usw. Dieser Aufwand – es musste schließlich die mythologische Begebenheit plausibel mit entsprechenden Attributen ausgestaltet werden – verringerte sich im Laufe der Jahrhunderte. Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Begründung für weibliche Nacktheit zunächst von ehemals zeitlicher Distanz (Antike) zu räumlicher (Orient). Man titulierte die Nackte schlicht als „Odaliske“ und nahm Bezug auf vage Vorstellungen libidinöser Haremswelten. Manet schließlich in seinem Skandalbild platzierte die nackte Frau inmitten angezogener Zeitgenossen und legte den Finger auf die Wunde. Damit aber war die Moderne eingeläutet. Nackte Tatsachen bedurften fortan keiner äußeren Begründung mehr. Und was in früheren Zeiten das Privileg von Künstlern war, ist heutzutage das Einmaleins kapitalistischer Werbung: Sex sells. Vom Olymp in herab in die Grabbeltische unserer Warenwelt – das ist das Schicksal antiker Göttinnen.

Aber nun das letzte für heute, nach all den Göttinen: Zeus auf einem Barhocker

Wo bin ich?

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