Chaim Soutine

Juni 5, 2014 § 2 Kommentare

Einer dieser Maler, dessen Bilder mich nachhaltig faszinieren, ist Chaim Soutine. Gemeinhin getaggt unter „Französischer Expressionist“, schafft er es, der Farbe Richtung und Dynamik einzuverleiben. Bemerkenswert für mich: gleich ob er Bäume, Menschen, Tierkadaver oder Landschaften malt – das Bild fungiert stets als Spiegel der Seele eines Menschen, der für seine Malerei brannte, und dessen Gegenwart wahrscheinlich (!) schwer auszuhalten war. Und auch hier begegnet mir wieder die Missbrauchsthematik: Er benutzte sie alle gleichermaßen für seine Kunst: Kinder, Frauen, Männer, Tiere, Bäume – ohne ihnen im empathischen Sinne gerecht zu werden, oder auch nur den Versuch zu machen, ihnen Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen. Es bleiben Meisterwerke der Kunst – und Schicksale, von denen wir so gut wie nichts mehr wissen…

Da das Porträt gerade mein Thema ist, habe ich mir zwei seiner Bilder vorgenommen und versucht, den Schwingungen seiner Pinselführung nachzuspüren. Die Farbe habe ich erstmal weggelassen. Man soll sich schließlich nicht überheben…

Nach Soutine Decheance

 

Nach Soutine Portrait de Maria Lani

 

 

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Maler und Modell

Dezember 14, 2012 § 3 Kommentare

Maler und Model

Zeichnen nach dem lebenden Modell oder einer Fotografie?

November 26, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Künstler arbeiten nach Modellen – denkt man so als Laie – stimmt auch oft, aber keineswegs immer, denn als wache, neugierige Zeitgenossen nutzen Künstler stets die aktuell verfügbare Technik. Optische Hilfsmittel (camera obscura etc.), Fotografie, Computer.  Freilich gabs immer einen Ruf zu verteidigen, und spätestens seit der Renaissance galt der Künstler nur, wenn er als frei aus sich heraus schaffendes Genie vor sein Publikum trat. Zum jeweiligen Stand der Technik verhielt man sich öffentlich also lieber reserviert. Den Dilettanten kümmert als dies nicht, er bekennt frei, das Zeichnen mittels Fotografien zu üben und schätzt deren ungemein ausdauerndes Stillhaltevermögen. Den Nachteil, einen eigenen Stil entwickeln zu müssen um der Falle sklavischen „Klebens“ am Original zu entgehen, nimmt er gern in Kauf. Und moralische Skrupel, von künstlerischer Leistung anderer zu profitiern, hält er aus. So auch im Falle des sehr schönen Bildbandes „Stille Zwiesprache. Bildnisse Von Deutschen“ von Derek Bennett. Hier meine Ergebnisse:

Wo bin ich?

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