Muh.

April 23, 2017 § 2 Kommentare

 

Äußerlich pflegt sie das Phlegma aber in ihr brodelt es.

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Die Kuh gebannt

April 4, 2017 § 11 Kommentare

Vor Kühen habe ich einen Heidenrespekt. Nicht erst, seit wir mal vor Jahren über Kuhweiden auf Abwegen geratend halb im Schlamm versinkend durch einen Tunnel unter einem Eisenbahndamm liefen und uns am Ende nicht das Licht sondern eine Kuhherde erwartete, im Begriff eben diesen Tunnel zu durchqueren. Nur dem mutigen Wirken Cs, der sich laut brüllend und Arme schwenkend den Kühen entgegen warf, war es zu verdanken, dass drei Erwachsene und zwei Kinder in diesem für Menschen nicht vorgesehenen Tunnel an einem friedlichen Nachmittag bei Potsdam nicht zwischen die Hufe gerieten. Auch eingedenk meines Vaters, der Kühen zu begegnen wusste, wenn sie sich einem auf Wanderwegen in den Weg stellten, hier drei Exemplare, getuscht auf chinesischem Papier:

 

 

 

 

Bei mir um die Ecke

Dezember 21, 2016 § 6 Kommentare

Ich wohne und male in der Großstadt. Mitten in der Großstadt. Aber bei mir um die Ecke weiden Kühe. Und wenn ich mal genug Autos gesehen habe, gehe ich zu den Kühen und überzeuge mich davon, dass Schönheit nicht nur ein Blech gewordener (Alb)traum ist.

 

 

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(Tusche und Eitempera auf chinesischem Papier)

Die Kuh. Die Kuh!

November 26, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

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Kuh im Gegenlicht

Oktober 8, 2015 § 2 Kommentare

Immer noch, bzw. wieder leicht malad. Daher hier vorerst ein weiteres faules Foto. Geknipst mitten in Berlin. Mitten in? Na ja, sagen wir: in zentraler Randlage, im Südwesten der Stadt, da wo sich ein landwirtschaftlicher Betrieb, heute in Form einer Stiftung, erhalten hat und Prachtexemplare von Kühen wie dieser beherbergt:

Kuh im Gegenlicht

Kühe

August 14, 2013 § 4 Kommentare

sind nicht die besseren Menschen, aber sie ertragen ihr Schicksal als Nutztier stoisch seit Jahrtausenden. Der Maler nähert sich der äußeren Erscheinung und wird schwerlich herausbekommen, was in ihren Köpfen vor sich gehen mag.

Kuh am Hang

Kleine Vorstudie hierzu mit der Frage, ob die Kuh als Piratenbraut taugt:

Kuh mit Piratenklappe

Wenig Eignung zum Nutztier hat der Mensch. Nicht immer duldet er die Zusammenhänge, in die er hineingeworfen wurde

Figur nach links

Oft genug schaut er dann grimmig drein:

Kopf 5tto4p3

weiß sich aber zu helfen…

Bettszenen #2209

November 3, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn ich neulich keine Zeit für das sehr lesenswerte Buch von Weltzien fand, so nahm ich sie mir jetzt einfach. Es bietet nämlich eine Fülle Wissenswertes und Anregungen zum Entstehungsprozess von Bildern und den sich daran rankenden kunsttheoretischen Diskursen. Für mich die entscheidende Aussage: Kunstwerke werden sowohl „gemacht“ als auch „gefunden“. Der Künstler „macht“ das Bild, bedient sich dabei aber auch selbsttätiger Bildgebungsverfahren. Das heißt, er bezieht den Zufall mit ein, die Eigengesetzlichkeit und Dynamik von Materie. In der gerade eröffneten Ausstellung „Aus Rembrandts Zeit. Zeichenkunst in Hollands Goldenem Jahrhundert“ im Berliner Kupferstichkabinett kann man sich sehr schön in diesem Spannungsfeld bewegen. Da gibt es minutiös gezeichnete Stadt- und Landschaftsansichten, die dem Schöpfer akribischste Versenkung ins Detail abverlangten, und da gibt es Zeichnungen Rembrandts, in denen er mit schnellem Strich flüchtige Momente aufs Papier bannte, ein schreiendes Kind in den Armen seiner Mutter etwa. Das sieht einfach nicht mehr „gemacht“ aus, sondern – mit Hilfe einer atemberaubend versierten Hand – „gefunden“. Ich stelle mir das ein bisschen vor wie beim Autofahren: Der Mensch am Steuer führt ein hochintellektuelles Gespräch und überlässt das Steuern der zum Autofahren nötigen Bewegungsabläufe einer präkognitiven Instanz, die nichts „Menschliches“ mehr an sich hat sondern gleichsam als „Naturvorgang“ daherkommt. Oder der Pianist, dessen Finger flinker über die Tasten huschen als er denken kann, so dass ihm nichts weiter übrigbleibt, als verblüfft zuzuschauen (Glenn Gould spielte darauf an als er mal, gefragt, warum er nicht unterrichte, sagte, dass wäre ja so, als müsse ein Tausendfüssler darüber nachdenken, welchen Fuß er vor den anderen setzte um vorwärts zu kommen; so was überlässt man lieber dem „Apparat“). Freilich entsteht hier die Magie im Auge des Betrachters, während Künstler sehr wohl die Kniffe und Tricks kannten, mit deren Hilfe sich solche Momente hervorrufen lassen. Initiationslegende dürfte hier eine Anekdote sein, die der lateinische Historiker Plinius schildert: Der Maler Protogenes scheitert beim Versuch, einen geifernden Hund zu malen. Der Schaum vorm Mund sieht einfach nicht richtig aus. Aus lauter Verzweiflung wirft Protogenes den in Farbe getränkten Schwamm auf die Stelle, und siehe da – die gewünschten Farben sind da wo sie sein sollten. (S. Weltzien S. 278) Daraus ist leicht ersichtlich, dass überall dort, wo der Mensch sich auf seinen Verstand alleine verlässt, ein kritischer Punkt nicht übersprungen werden kann. Er muss sich vielmehr selbst Fallen stellen, Hürden aufbauen, Verantwortung delegieren. Ein Jazzpianist, der beim Improvisieren doch nur die immer gleichen drei, vier Licks abdrückt, könnte z. B. mal zwei Finger zusammenbinden und hören, was dann dabei heraus kommt. Ich als Dilettant überlassen die Hälfte meiner Malerei ja sowieso den Eintrübungen und Flecken, die der Zufall auf gut abgelegtem (Schmier)papier hinterlässt. Und ich arbeite nach wie vor an der Geschwindigkeit. Denn je schneller ich den Stift über’s Papier jage, desto weniger kann den Vorgang in dem Moment kontrollieren und aktiviere stattdessen Automatismen, die, gepaart mit den Unwägbarkeiten der Materie, mir hoffentlich Neues, Überraschendes und Brauchbares liefern. Hier zunächst ein paar Köpfe:

dann malte ich ein paar Paare:

das letzte leitet auch gleich über zu Händen:

und zu guter letzt diese zwei Kühe:

Wo bin ich?

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