Kopfstudien

März 8, 2019 § 4 Kommentare

geneigter Kopf 1

KopfhörermannSkeptiker

Am Kopf hängt der Mensch. Er ist die Quintessenz seiner physischen und seelischen Existenz. Das daraus abgeleitete Verb macht ihm definitiv den Garaus. Alles am Körper ließe sich vielleicht ersetzen. Der Kopf, das Gesicht: nicht. Malt man einen Menschen, rückt man ihn zur Gänze ins Bild, oder zoomt heran, stets aber auf den Kopf. Gelegentlich werden nur die Hände abgebildet; sie sprechen vielleicht, nächst dem Gesicht, am markantesten. Meist aber wird hier typisiert: die Hände des Pianisten, des Bauarbeiters etc. In früheren Zeiten glaubte man, aus der Physiognomie Wesens- oder Charaktermerkmale der Person herauslesen zu können. So spricht man noch heute von der „hohen Denkerstirn“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles Unsinn ist. Entledigt man ein Portrait jeglicher „Standesmerkmale“, so lässt sich ein Beruf, eine besondere Eigenschaft o. ä. nicht aus dem Antlitz ablesen. Das ist ja auch der Grund, warum im klassischen Portrait aller größte Sorgfalt auf die Ausgestaltung der Attribute, insbesondere der Kleidung und hier etwa teurer Stoffe verwandt wurde. Vermutlich waren die gefragtesten Portraitmaler gerade die, die hier die größte technische Brillanz an den Tag legten. Für mich ist in meinen Kopfstudien die Physis einfach Ausdrucksträger. Denn so oder so – das Leben hinterlässt Spuren auch, und gerade, im Gesicht.

Mann mit roter Fliege

Werbeanzeigen

Mit dem Kugelschreiber

Dezember 16, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Linien über’s Papier ziehen…

Kopfstudie

Kopfstudie

Kopfstudie

Kopfstudie

Kopfstudie

Kopfstudie

Körperstudie

Körperstudie

Was ist ein gutes Bild

August 22, 2012 § 2 Kommentare

Ein gutes Bild springt sofort ins Auge. Es überzeugt auf den ersten Blick. Alles stimmt, ist stimmig, einfach richtig. Versucht man dann der Sache auf den Grund zu gehen und fragt sich: wie ist es gemacht? warum ist es gut? kommt man in Teufels Küche. Dieser Strich so dick, die Farbe dort merkwürdig, überhaupt: der ganze Aufbau, warum denn gerade so und nicht anders? Und dennoch bleibt das Gefühl: alles ist richtig. Das ist so, als würde jemand eine Handvoll Steine in die Luft werfen, und – auf den Boden gefallen – ergeben sie ein fertiges Haus. Jeder Stein an seinem Ort. Magisch. Unsereins nimmt jeden Stein in die Hand, überlegt: hierhin oder dorthin? Und kaum ist der erste Stock fertig wird alles wieder eingerissen weil’s nix taugt. Frustrierend. Oder auch nicht. Schließlich ist’s schön, ein bischen Luft nach oben zu haben…

Und hier drei Steinhaufen für heute. Kopfstudien genauer gesagt. Zunächst in Acryl, größeres Format:

dann zwei Aquarelle, kleineres Format:

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Kopfstudie auf Der Dilettant.

%d Bloggern gefällt das: