September 12, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ihre Wissensseite widmet die Süddeutsche Zeitung vom vergangenen Wochenende dem Thema Humor und ködert ihre Leser mit dem Foto einer übers ganze Gesicht strahlenden jungen Frau. Mich aber hat sie nicht zum Lesen des Artikels angeregt sondern flugs zu Papier und Kuli greifen lassen:

Und natürlich wollte ich schauen, ob sich’s bunt noch besser strahlt:

Und wo ich schon mal beim Gesichtermalen war, nahm ich mir den wunderbaren Band „Local. Government People Photography Politics“ von John und Henry Kippin vor. Die völlig unspektakulären aber dafür um so eindringlicheren Fotos John Kippins dokumentieren die Arbeit in Gemeindeverwaltungen Nordenglands. Mal ehrlich: schöne Menschen, Models, Schauspieler zu fotografieren ist doch geschenkt (die Kunst besteht vielleicht darin, in deren Nähe zu gelangen) Diese Menschen leben von ihrer optischen Ausstrahlung. Menschen wie du und ich aber, die zum Beispiel auf lokaler Ebene in Politik und Verwaltung ihre Arbeit tun, so abzulichten, dass sich die Konzentration auf ihr Tun auf beschichtetem Papier materialisiert, scheint mir hohe Kunst. In dem Band sieht man sie im Gespräch, in Sitzungen, auf Monitore starren. Und zwischendrin erfahren wir etwas über die karge Schönheit Cumbrias. Dies ist, was ich aus einigen der Portraits gemacht habe:

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Wo bin ich?

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