Stricheleien

Juni 3, 2018 § 6 Kommentare

 

Nichts vermag den Moment festzuhalten. Rastlos hechelt der Stift der erspähten Linie hinterher. Vergebens. Dabei wäre es ja schön, könnte die Hand unbewußt, am analysierenden Verstand vorbei, aufs Papier werfen, was an Sinneseindrücken von einer beobachteten Person ausgeht. Einem Seismograph gleich, dessen Nadel feinste Erschütterungen aufzeichnet.

Berliner Figuren:

 

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All die vielen Bilder …

Mai 3, 2018 § 9 Kommentare

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein neues Handy kommt mit drei eingebauten Kameras auf den Markt, lese ich in der Zeitung. Das Bedürfnis, Bilder von sich und der Welt zu machen scheint also ungebrochen. Ich stelle mir vor, dass es in nicht allzu ferner Zeit möglich sein wird, alles das, was in jedem Moment und an jedem erdenklichen Ort unseres Planeten optisch erfahrbar ist, aufzuzeichnen und abzuspeichern. Die optisch erfahrbare Welt wäre also nicht nur dupliziert, sondern gewissermaßen für alle Zeit eingefroren. Technisch als gigantöse Datensammlung auf Serverfarmen aufbewahrt, die sich krakenförmig durch’s Land fressen, duchpflügt und beackert von Künstlicher Intelligenz, die uns zu Statisten unserer selbst degradiert. Von der Warte dieser Künstlichen Intelligenz aus betrachtet krabbeln wir über den Planeten auf der Suche nach Nahrung und Sex, so sinnfrei, wie uns das planlose Umherschweifen von Insekten vorkommen mag. Ich für meinen Teil ziehe daraus die Lehre, fürs erste einen fliegenden Maikäfer mit mehr Empathie zu betrachten.

Tönende Bilder

Januar 3, 2018 § 9 Kommentare

 

In der Kunstwelt der Renaissance kam die Idee auf, die Linie dem Intellekt, die Farbe  dem Gefühl zuzuordnen. Ein schöner Dualismus, der ganz auf der Linie Seele versus Körper, Geist versus Fleisch(eslust) liegt. Das christliche Abendland liebt(e) solcherart Aufspaltung, mit der sich anschaulich das Gute vom Bösen scheiden lässt. Leicht aber ließe sich z. B. die bildende mit der klingenden Kunst verbinden. Da nehme ich die Linie als Melodie, das Ineinander verschiedener Linien als Kontrapunkt, die Farbe als Harmonie, und die Komposition als Rhythmus. So klingt das Bild, und die Töne fügen sich zum Bild.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Miniaturen

Oktober 26, 2017 § 7 Kommentare

 

Aus meinem Skizzenbüchlein, von unterwegs, im Cafe, auf dem Bahnsteig, im Museum – woauchimmer sich ein Moment des Schauens ergibt. Später sparsam Farbe drüber. Voila:

(Ui, der Scanner – gutes Stück, weit über 20 Jahre aufm Buckel – zieht Streifen. Hm, Schallplatten knistern ja auch, stört eigentlich nicht, ist halt ein Medium…)

Kicken!

Juni 17, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Fußball blkjt

 

Fußball aldk

 

Fußball alvk

 

Fußball aldk

 

Fußball dlkfj

 

Fußball lkjdf

 

Fußball wlkjf

Ein Sonntagnachmittag im Park

Mai 8, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Nachmittag im Park 01

 

Nachmittag im Park 02

 

Nachmittag im Park 03

 

Nachmittag im Park 04

 

Nachmittag im Park 05

 

Nachmittag im Park 06

Den Kopf frei malen…

Juli 23, 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Bei brillantem Wetter ergab sich am Wochenende an einem kleinen Sandstrand an der Havel inmitten des Grunewalds ein Gespräch über meinen malerischen Ansatz. Ich erklärte, durch unablässiges Zeichnen eine Art automatisierbarer Fertigkeit im figürlichen Darstellen erlangen zu wollen. Wäre irgendwann ein bestimmtes Niveau erreicht, so würde ich alles Erlernte über Bord werfen, freien Impulses folgend einfach drauflos malen, und könnte mich darauf verlassen, dass die geübte Hand per se eine Sicherheit anatomischer Verbildlichung verbürgte. So etwas in der Art hatte ich gesagt, die bereits tief stehende Sonne brannte auf Hirn und Körper, und eine Pause entstand. Nach einer ganzen Weile meinte meine Begleiterin: Klingt ziemlich verkopft. Meine durch das landschaftliche und auch sonstige Setting romantisch verklärte Gestimmtheit trübte sich ein. Ich war ja angetreten, mich malend zu befreien. Von verkopften Grübeleien und selbstreferentiell verschwurbelter Hirnakrobatik. Ich wollte malend die Handbremse meines Lebens lösen und losbrausen. Ins Ungewisse. Ins Unbekannte. Mich selbst entdecken. Und nun, ich wähnte mich bereits ein gutes Stück vorangekommen auf diesem Weg, das Urteil. Verkopft. Nun, dachte ich, manchmal ruft man eben die Geister, die man loswerden will. Hier half es freilich ungemein, die Geister aus  einem so klugen, hübschen Kopf zu vernehmen.

An der Havel

Wo bin ich?

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