Anonym zeichnen

Juli 16, 2018 § 4 Kommentare

Anonym sammeln – das kennt man. Wer von denen, die auf einer dieser surrealen Veranstaltungen für Unsummen Kunst ersteigern, träte denn mit eigenem Namen ins Rampenlicht, anstatt sich hinter bietenden Handlangern zu verstecken? Und wer wäre denn bereit, eine dieser Unsummen für ein Bild auszugeben, dessen Maler unbekannt, womöglich ein No-name ist und auf den (noch) nicht die Scheinwerfer amtlicher Expertise gerichtet sind? Anonym zeichnen aber, dazu ruft das schöne Projekt Anonyme Zeichner von Anke Becker auf und öffnet damit den Blick aufs Wesentliche: das Bild und davor jemand, der es betrachtet und eine Entscheidung für oder gegen den Kauf trifft, ohne Rückhalt einer autorisierenden Instanz. Was gefällt m i r ? Was ist denn m e i n Kriterium für Qualität? Was bin i c h bereit zu wagen, zu investieren? Diese Fragen stellten sich womöglich die Besucher und Besucherinnen der Ausstellungseröffnung vergangenen Freitag, die – so höre ich – ein voller Erfolg war (über 1500 gezählte Besucher*innen!). Mich freut’s aus den besagten Gründen, auch freilich, weil ein Bruchteil der geballten Aufmerksamkeit auf meine kleine dort hängende Zeichnung fiel. Leider konnte ich der Veranstaltung nicht beiwohnen, freue mich aber schon spitzbübisch auf das Kunterbunt all der Zeichnungen, wie sie sich gegenseitig vertragen, beäugen, verdrängen oder einfach nur an einander erfreuen mögen. Bestimmt hat sich mein kleines Blatt mächtig aufgeplustert, um mithalten zu können. Noch zu sehen bis 19. September in der Galerie im Körnerpark in Berlin-Neukölln. Und ab Dienstag auch online auf der Seite des Projekts.

P. S. Obiges Bild hängt nicht in der Ausstellung – die Anonymität sei schließlich noch gewahrt – entstand aber jüngst, wie auch die folgenden Arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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British painters

Dezember 2, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Auf meinen unermüdlichen Streifzügen durch die abendländische Kunstgeschichte stieß ich auf eine Reihe britischer Maler des 20. Jahrhunderts jenseits der bekannteren Bacon, Freud und Hockney, die es lohnt zu entdecken. Neben Walter Richard Sickert sind dies vor allem Frank Auerbach, Leon Kossoff und Euan Uglow. Sie alle widmeten sich der Figur, Auerbach insbesondere dem Portrait, und kamen allesamt zu interessanten Ergebnissen. Als erste Annäherung habe ich ein kleines Potpourri zusammengestellt.

 

british painters

Annäherung an Abstraktion Teil III

August 2, 2013 § 2 Kommentare

Szene 2655io

Keine Versuchsanordnung. Kein Nachdenken. Kein Vordenken. Die Farben auf’s Papier hauen. Die Körper emotionalisieren bis sie abstrakten.

Annäherung an Abstraktion Teil I

Juli 27, 2013 § 2 Kommentare

Mondnacht im Grunewald Deatil c

Man kann durch Hineinzoomen in ein jegliches Bild, gleich was es darstellt, zum abstrakten Bild gelangen. Für mich eine Annäherung an das Thema abstrakte Malerei.  Zu obigem Ausschnitt hier das vollständige Bild:

Mondnacht im Grunewald

Ein weiteres Beispiel:

Doppelportrait Detail b

und hier das komplette Bild:

Doppelportrait

Wo bin ich?

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