Linienarrangement

Januar 28, 2017 § 4 Kommentare

Gerne nimmt die Linie auf weißem, unbeschriebenen Papier Platz. Sie ist dann Platzhirschkuh und kann sich ganz nach Belieben ausbreiten. Bisweilen aber ist das Papier schon beschrieben, bedruckt oder bekritzelt und der Linie bleibt nichts anderes übrig, als sich zu arrangieren. Oder sich zu verbinden. Das tut der Mensch ja auch gerne.

 

 

 

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P. S. Dass die Linie im ersten Bild so „auspulverisiert“ liegt einfach daran, dass das Buch zugeklappt wurde, bevor die Tusche Zeit gehabt hätte in Ruhe zu trocknen.

 

 

 

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Grundriss der 1. Etage der Villa Dihlmann

März 19, 2015 § 4 Kommentare

Grundriss

Setzen und Ziehen

März 19, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Wie zwanghaft doch Buchstaben wirken, konfrontiert man sie mit frei mäandernden Linien. Diese gesetzt, jene gezogen. Setzen und Ziehen. Das Gesetz, der Zug. Der Buchstabe gibt Halt, die Linie öffnet den Raum. Und was der Buchstabe besetzen will, das bringt die Linie zum Leuchten: das Weiß des Papieres, den Raum, das Nichts. So mag das Auge denn pendeln zwischen Buchstabe und Linie, wie ein Kleinkind, das ins schillernde Chaos der Welt drängt und doch immer wieder den Halt der Mutter sucht.

Übermalung kwjehk7

 

Übermalung sldkjl6

 

Übermalung slkj9

 

Übermalung askhw

 

Übermalung slkdjl1

 

Übermalung skhk9

 

Übermalung aksjhk1

 

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Das Nasenschleimauffangbecherchen

Februar 19, 2015 § 3 Kommentare

Sehr zu empfehlen bei Erkältung (oder Heuschnupfen) mit starker Nasenschleimabsonderung und ungebremstem Aktivitätsdrang, vorzugsweise in sitzender Position.

Auffangbecherchen

(Aus aktuellem Anlass.)

Überzeichnet

November 14, 2014 § 4 Kommentare

Ich zeichne permanent, und mein Hunger nach Papier ist exorbitant. Um meine Ressourcen und die der Umwelt zu schonen, greife ich dabei gerne auf bereits bedrucktes zurück. Papier auf dem Weg zur Entsorgung, von mir einer Zweitverwertung zugeführt. Dabei ergeben sich Fragen: kann sich die Zeichnung gegenüber dem Gedruckten behaupten, durchsetzen? Profitiert sie vielleicht von Struktur und Anmutung des bereits Gesetzten? Ergeben sich Konfliktlinien, Brüche, Kontinuitäten – kurz: ringen da zwei zum Wohle des Ganzen? Macht man sich klar, dass jede Form der Wahrnehmung von Interferenzen, Turbulenzen und Abbrüchen infiltriert wird, so reagiert eine Überzeichnung – so nenne ich das jetzt mal – genau darauf. Beim Ziehen der Tuschelinien mit der Feder ist mir wichtig, keine Vorzeichnung zwischenzuschalten, sondern einen Zeitstrahl von Vorlage – Gehirn – Hand – Feder auf Papier zu realisieren. Minimale Phasen der Reflexion, fraktal höchstens. Eher überschießende Linien denn zaudernde. Hinterher bleibt Zeit genug zu würdigen oder zu verwerfen. Niemals aber: zu korrigieren. Und so sieht’s aus:

 

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Überzeichnung 22p3op1

 

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Überzeichnung 2io3i45

 

Überzeichnung 2lk234

 

Überzeichnung 2io2i3

 

Überzeichnung 221po54

 

Überzeichnung 267po2p2

 

Überzeichnung 2pi4op2

 

Überzeichnung 2po4p23

 

Überzeichnung 2owi4

 

Überzeichnung 2oi23oi4

Dilettanterien

Oktober 20, 2014 § 13 Kommentare

 

Frosch mit Zigarette am Pool an der Wand.

Frosch am Pool an der Wand

 

Prinzessin vorm Spiegel.

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Was aus dem Frosch, der ein Prinz wurde, wurde.

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Der König.

Portrait 2pore_

 

Die Prinzessin am Pool.

Akt 4pwoep3

 

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Drei der Ungeduld abgetrotzte Porträts

Mai 15, 2014 § 6 Kommentare

Eine schöne Vorstellung, dass das Leben genau das ist, was ich in DIESEM Moment tue. Viel zu oft ist es das, was ich tat. Manchmal das, was vielleicht noch kommt. Sich in eine Zeichnung HINEINBEGEBEN, mit voller Konzentration, ohne in Gedanken schon bei der nächsten zu sein, oder ohne an die viel zu fortgeschrittene Stunde zu denken, oder an die Person, die immer noch fehlt, oder wieder fehlt, oder nie da war – wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Denke ich nicht an Morgen, so denke ich an Gestern. Denke ich nicht an Gestern, so denke ich an Vorgestern. Nur nicht an die Zeit, die ich JETZT UND HIER in Händen halte. In Form einer Stahlfeder zum Beispiel, frisch getränkt in Tusche und bereit, eine Zeichnung auf’s Papier zu setzen. Dabei ist es so wichtig, die Zeit einfach zu vergessen um sie sich GANZ UND GAR zu nehmen, für diese EINE Zeichnung. Sicher wird dereinst auf meinem Grabstein stehen: „…vergaß vor lauter Ungeduld zu leben“. Denn leider verpasse ich immerzu etwas. Setze ich einen Strich schräg nach oben, mit einer leichten Drehung nach links, verpasse ich den Strich nach unten. Arbeite ich an der EINEN Zeichnung, verpasse ich die, die ich nicht zugleich fertigen kann. Mein intellektuelles Programm zur Kaschierung dieses Makels hieß bisher: Im Automatismus der superschnellen Linie meinem wahren Selbst in der Zeichnung begegnen. Also nicht Denken beim Zeichnen, sondern im explosionsartigen Auswurf antrainierte, aufoktroierte, übergestülpte Fremdmanipulation eliminieren. Das Überich morden und das Es nähren. Leider braucht eine gute Zeichnung Konzentration und viel Zeit. Hingabe. Hingegebene Zeit. Konzentrativ hineingegebene, zum Stillstand gebrachte, abgedrehte Zeit. Und das, liebe Freundinnen und Freunde, bedeutet ARBEIT. Dabei wollte ich es mir als Dilettant leicht machen. Aus der Spaß. Dank an Peter Feiler, der mir im Kurs „Porträtzeichnen“ an der VHS Mitte zu dieser Erkenntnis verhalf.

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Portrait Feder wwp5p23

 

 

 

Portrait Feder d55ö5ö

 

 

Wo bin ich?

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