Zeichnen nach dem lebenden Modell oder einer Fotografie?

November 26, 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Künstler arbeiten nach Modellen – denkt man so als Laie – stimmt auch oft, aber keineswegs immer, denn als wache, neugierige Zeitgenossen nutzen Künstler stets die aktuell verfügbare Technik. Optische Hilfsmittel (camera obscura etc.), Fotografie, Computer.  Freilich gabs immer einen Ruf zu verteidigen, und spätestens seit der Renaissance galt der Künstler nur, wenn er als frei aus sich heraus schaffendes Genie vor sein Publikum trat. Zum jeweiligen Stand der Technik verhielt man sich öffentlich also lieber reserviert. Den Dilettanten kümmert als dies nicht, er bekennt frei, das Zeichnen mittels Fotografien zu üben und schätzt deren ungemein ausdauerndes Stillhaltevermögen. Den Nachteil, einen eigenen Stil entwickeln zu müssen um der Falle sklavischen „Klebens“ am Original zu entgehen, nimmt er gern in Kauf. Und moralische Skrupel, von künstlerischer Leistung anderer zu profitiern, hält er aus. So auch im Falle des sehr schönen Bildbandes „Stille Zwiesprache. Bildnisse Von Deutschen“ von Derek Bennett. Hier meine Ergebnisse:

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