Jahresendbeitrag

Dezember 31, 2016 § 8 Kommentare

Ein Jahr voller dilettantischer Bilder geht zu Ende. Herzlichen Dank allen, die hier geduldig mitlasen, mir ihre klugen Augen liehen und für starken Rückenwind sorgten. Oder gelegentlich vorbeischauten und vielleicht eine Spur hinterließen, der ich gerne folgte. Die Zeiten stehen auf Sturm, verlieren Sie nie den Mut und vergessen Sie das Ausatmen nicht. Jenen, die sich öfter mal fort sehnen, sei ein Wort von Stanislaw Jerzylec zugerufen:

Feile an deinen Gedanken. Vielleicht ist das eine Art, zu entkommen

In diesem Sinne – auf ein Neues!

 

taenzer-fanal

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Die Blüte des nackten Körpers

Oktober 3, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

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wir ziehen uns zurück unter die bäume
die die wege beschatten im park
ich zupfe von der persea ein paar blätter
und fächle mir damit kühlung zu –
und dann schau ich was du anstellst mit mir
die augen gerichtet auf den garten der liebe
die arme voll mit den früchten der persea
ihre sternäpfel an meinen busen gehäuft
und mein haar satt glänzend von balsam

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doch die stimme der schwalbe, sie sang dann:
der morgen ist da! weiß wird das land!
wo gehst du hin?

 

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welch ein glück in der erfüllung dich zu sehen
in deiner kammer, schöner mann –
dein arm um den hals, die hand an meinem busen
deine liebe groß und hart in mir.
in meinem herzen sag ich: fass dich! im bauch jedoch
da bet ich um meinen prinzen heut nacht.
doch mir ist als läg ich bereits in meinem grab
denn du bist das leben, mein heil –
erst deine nähe erweckte mich wieder zum leben:
mein sehnsüchtiges herz stillt sich an dir.

 

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wie wunderbar ist doch der graben
den deine hand öffnete in meinem feld: das wasser floss
während uns der wind kühl über die haut strich;
ah – wie schön war es entlang dieses laufes zu wandeln
meine hand umschlossen von deiner
mein leib satt und zufrieden, das herz fröhlich und froh
nach diesem stück gemeinsam begangenen wegs.

 

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ach könnt ich doch der morgen sein sie zu sehen
in all den stunden ihres lebens –
ich wäre so gesegnet wie ganz zypern, sein kupfer
aus dem man den handspiegel trieb
in dem sie jeden tag aufs neue ihr antlitz betrachtet.

 

Alle Zitate aus: Die Blüte des nackten Körpers. Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten. Übertragen von Raoul Schrott. München 2010.

 

 

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