Bergwelten

Juli 30, 2017 § 3 Kommentare

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In aller Ruhe

Blickt auf die Berge dorthin

Die Feuerkröte

 

Issa

(Übersetzung Jan Ulenbrook)

Advertisements

Die Kuh gebannt

April 4, 2017 § 11 Kommentare

Vor Kühen habe ich einen Heidenrespekt. Nicht erst, seit wir mal vor Jahren über Kuhweiden auf Abwegen geratend halb im Schlamm versinkend durch einen Tunnel unter einem Eisenbahndamm liefen und uns am Ende nicht das Licht sondern eine Kuhherde erwartete, im Begriff eben diesen Tunnel zu durchqueren. Nur dem mutigen Wirken Cs, der sich laut brüllend und Arme schwenkend den Kühen entgegen warf, war es zu verdanken, dass drei Erwachsene und zwei Kinder in diesem für Menschen nicht vorgesehenen Tunnel an einem friedlichen Nachmittag bei Potsdam nicht zwischen die Hufe gerieten. Auch eingedenk meines Vaters, der Kühen zu begegnen wusste, wenn sie sich einem auf Wanderwegen in den Weg stellten, hier drei Exemplare, getuscht auf chinesischem Papier:

 

 

 

 

Nichts von hinten

März 13, 2017 § 6 Kommentare

Die meisten von uns können sich das Nichts nicht vorstellen. Ich auch nicht. Wenn irgendwo alles aufhört, was kommt dann dahinter usw. Ich sage mir zum Beispiel: entweder ich sehe etwas, oder dort, wo ich hinsehe, ist nichts zu sehen, dann ist da alles schwarz. Aber dieses Schwarz sehe ich ja auch. Sitze ich aber auf meinem Lieblingsstuhl in meiner Lieblingsküche und blicke meinen Lieblingsblick durchs Fenster über Dachfirste gen Himmel, und halte den Kopf starr, bewege auch die Pupillen nicht, und schwenke meine Aufmerksamkeit langsam rechtswärts über den Rand des Fensters hinaus, die weiße Wand entlang zum großformatigen Bild das dort hängt, weiter über gespachtelte Bäume, so verebbt diese sichtbare Welt mit eine Mal, der gespachtelte Wald ist noch nicht zu Ende. Und dann, weiter rechts? Nichts. Da isses. Ich kann zwar nach vorne schauen, aber nicht nach hinten. Das Sichtfeld hört dann einfach auf. Das ist uns so selbstverständlich, dass wir diese Ungeheuerlichkeit gar nicht bemerken. Seit mit das bewußt wurde, versuche ich mir vorzustellen, was das ist, da „hinten“. Nicht im Raum hinter mir, natürlich. Da brauche ich mir nur umdrehen. Nein, da wo das Sichtfeld aufhört. Nun kann man ja malen, was man sieht. Aber dieser Effekt lässt sich nicht malen. Jedes Bild ist per se begrenzt. Es hört, so groß es auch sein mag, irgendwo auf. Meist fängt da der Rahmen an, und der signalisiert ja unmissverständlich: hier ist Schluss. Aber: man kann das Bild umdrehen, und mit etwas Glück scheint was durch. Das funktioniert nun wiederum nicht mit dem Gesichtsfeld. Oder der Landschaft, in deren Anblick man sich versenkt. Ich stelle mir manchmal vor, man könnte „von hinten“ auf das Leben blicken. Nicht zeitlich, vom Ende her, sondern räumlich. Es umdrehen wie ein Bild. Dann wäre wohl alles seitenverkehrt. Aber auch auf dem Kopf? Oder sichtbar, was nicht gelebt wurde? Mir schwirrt der Kopf…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Schwelle

März 11, 2017 § 7 Kommentare

 

 

 

Es ist dieser Moment, wo man auf Nachricht wartet, und der Mensch, der diese Nachricht geben soll, ist bereits tot.

(In memoriam Anja Roestel)

 

 

Phantastische Bergwelten

Februar 28, 2017 § 2 Kommentare

 

berglandschaft-bkgj

 

berglandschaft-lkf

 

berglandschaft-vkdj

 

berglandschaft-ckqw

 

 

 

 

Orpheus

Februar 27, 2017 § 4 Kommentare

orpheus

…das Haupt, das lag an die fremde Küste gespült, und das Haar, das nass noch tropfte…

Mit der Zahnbürste durchs Bode-Museum

Februar 12, 2017 § 2 Kommentare

Warum verhehlen, dass der Pinsel ein unbeholfenes Instrument ist? …Das ist, als wolltet ihr den lichtgleißenden Kosmos mit einer Zahnbürste angehen.

Die frisch aus der Bibliothek ausgeliehenen Tagebücher Witold Gombrowiczs (1904 – 1969), ein stattlicher Wälzer von gut 900 Seiten, lagen auf meinem Tisch. Ich schlug sie wahllos in der Mitte auf, und – bam – ein Paukenschlag: ich war mitten in einer Polemik gegen die Malerei, die sich gewaschen hat. Gleich von zwei Seiten nimmt dieser faszinierende Autor, von dem ich bisher nur wenig gelesen habe, die bildende Kunst in die Zange. Einmal als diejenige unter den Künsten, die das Leben nicht in seiner Bewegung darstellen kann – und Leben ist, laut Gombrowicz, Bewegung. „Das Wort entwickelt sich in der Zeit, das ist wie ein Ameisenzug, jede bringt etwas Neues, Unerwartetes… Der Maler aber ist mit einem Satz restlos ausgeworfen, ganz auf der Fläche, reglos auf der Leinwand – wie ein Klumpen.“ Zum anderen über das, wie er es nennt, Milieu der Maler und ihrer Anhänger, die einer törichten Mystifikation der Kunst das Wort reden. „Zunächst einmal zwingt euch jener komplizierte Herdenmechanismus, der sich historisch herausbildet, vor dem Gemälde in die Knie – und erst dann versucht ihr, euch mit einer raffinierten Argumentation weiszumachen, ihr wäret deshalb in Begeisterung geraten, weil das Werk begeisternd sei.“ Gombrowicz, Skeptiker durch und durch, mistraut der Begeisterung, dem Überhöhten und der auf den Schild gehobenen Idee. Soweit der Anfang meiner Beschäftigung mit diesem Autor. Fortsetzung folgt. Hier nun einige Versuche, die im Nachgang zu einem Besuch des Bode-Museums in Berlin mit der Zahnbürste auf chinesische Papier entstanden. Da ist zunächst eine Tonfigur von Caius Gabriel Cibber, „Sinnbildliche Darstellung von Wahnsinn und Raserei“. Sodann eine Plastik aus dem späten 16. Jahrhundert, betitelt „Schreiende Frau“, die mich immer wieder fasziniert. Als nächstes die „Kopfstudie eines Afrikaners“, schließlich ein Detail aus der Gruppe „Samson und Delila“ von Artus Quellinus d. Ä.

 

Bode-Museum fkjh

Bode-Museum ylkt

Bode-Museum bkgj

Bode-Museum xkje

Bode-Museum scfj

Bode-Museum lkf

Bode-Museum bkfj

Bode-Museum xkej

 

(Alle Zitate aus: Witold Gombrowicz, Tagebuch 1953 – 1969. Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Hanser Verlag 1988.)

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Chinesisches Papier auf Der Dilettant.

%d Bloggern gefällt das: