Zwei Seestücke

Januar 28, 2016 § 4 Kommentare

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Ich gebe zu, dass die Besichtigung des frische restaurierten Mönchs am Meer von C. D. Friedrich in der Alten Nationalgalerie Lust auf See machte. Um aber garnicht erst in Versuchung zu geraten, einem Blauton, wie ihn Friedrich unter Mithilfe zweier kongenialer Restauratorinnen auf die Leinwand zauberte, nachzueifern, nahm ich, was gerade angerührt war, nämlich Moosgrün (Guardi) und Roter Marokkanischier Ocker (Kremer), mit wenig Cadmiumgelb angereichert. Dazu viel Weiß aus dem Baumarkt und etwas Kohle. Einen Mönch braucht’s heutzutage nicht mehr, und das für Zeitgenossen schockierende Fehlen eines rahmenden Vordergrundes, von Kleist in der Metapher vom weggeschnittenen Augenlied auf den brutalst möglichen Punkt gebracht, ist unserer Tage allerbilligst zu haben.

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Zeitungsskizzen

November 9, 2012 § 3 Kommentare

Caspar David Friedrich durchstreifte das Elbsandsteingebirge und skizzierte Felsformationen und Gebirgszüge. Aus diesem Fundus schöpfte er dann für seine Ölgemälde. Sein Möchtegernnachfahre im Geiste sitzt in der U-Bahn, beobachtet verstohlen Mitfahrende und skizziert diese dann flüchtig auf der ausgelesenen Zeitung. Die könnte er dann gleichfalls für spätere Bilder verwenden…

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