GEMALT, UM DEN ATEM ZU RAUBEN

November 5, 2018 § 5 Kommentare

Übermalung, Stand gestern:

BMW_Übermalung eins

Übermalung, Stand heute, und in voller Ausdehnung:

BMW_Übermalung_

Eine etwas infantile Kleckserei, zugegeben. Angemessen, wie mir scheint.

Ein erläuternder Hinweis des Herstellers findet sich übrigens um linken unteren Bildrand:

BMW_Übermalung_Detail

Zuletzt die Übermalung in der Installations- bzw. Arbeitsansicht (als Größenmaßstab siehe die handelsübliche, wenngleich etwas veraltete Computertastatur links unten – und hoppla, der alte Haudegen Iggy Pop kann nix dafür, er hing schon länger dort – interagiert aber doch irgendwie mit dem Bild…):

BMW_Übermalung_Arbeitswand

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Rätsel der Woche: GEBAUT, UM DEN ATEM ZU RAUBEN

November 4, 2018 § 11 Kommentare

Das Aufblättern der Süddeutschen Zeitung erfordert regelmäßig starke Nerven. Besonders, wenn sie dick ist, also am Wochenende. Haufenweise Reklame drin, auf schweres Papier gedruckt, wahlweise Hochglanz oder edelmatt. Die Werbewelt rechnet sich ja zur Kreativbranche, und in der Tat, die Jungs (und Mädels?) lassen sich immer wieder Neues einfallen. Ich falte also die Zeitung auf, und drinnen, gut geschützt durch den redaktionellen Teil, etwas Tiefblau-Mattes, Schweres. Ich falte einmal auseinander und lese „GEBAUT, UM DEN ATEM ZU RAUBEN“. Mir dämmert’s. Dieselskandal, ein Auto. Um das Teil ganz in Augenschein nehmen zu können, muss ich weitere vier Mal auseinander falten. Es handelt sich nämlich um ein Poster. Ein Riesenposter. Kurzer Blick auf das Logo der Zeitung: nein, ist nicht die Bravo. Ich fasse zusammen: Erwachsene Menschen finden im Inneren „ihrer“ Zeitung ein Poster. Kein Busenwunder, kein Rockstar – ein Auto. (Nebenbemerkung: der Hersteller dieses Autos würde sich wahrscheinlich weigern, das Ding als „Auto“ zu bezeichnen. So wie heutzutage ja z. B. Mehrzweckhallen nicht mehr „Mehrzweckhalle“ heißen sondern „World“. Oder Fußballstadien „Arena“ etc.) Um das Ding in seiner vollen Größe in Augenschein nehmen zu können, breite ich das Poster auf dem Fußboden aus. Da liegt es jetzt und gibt mir Zeit zu grübeln: was damit anfangen? Als Hobbykünstler und routinierter Übermaler, der noch das abseitigste flache Produkt als Malgrund zu recyclen gelernt hat, wird mir schnell klar: das Ding wird übermalt, die Papierqualität stimmt. Aber kann der Herausgeber der Süddeutschen Zeitung wirklich damit rechnen, dass seine Abonnenten etwas so Sinnvolles, wie ich es vorhabe, mit dem Poster tun? Was ist denn die Erwartung an den Abonnenten? Hängt er sich das Ding an die Wand? Benutzt es als Onaniervorlage? (Stichwort: Der BMW ist der Sex des alten Mannes) Bevor ich Gelegenheit habe, mit dieser Frage an den Herausgeber heranzutreten, gebe ich die Frage einfach mal in die Runde. Any Ideas, geschätzte Leserschaft? Ernstgemeinte Zuschriften bitte in die Kommentarspalte dieses Blogs. Danke!
P. S. Übermalung folgt.

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