An der Hessischen Bergstraße

April 23, 2019 § 4 Kommentare

Im gleißenden Licht der südlichen Sonne stiegen wir durch die Altstadt Zwingenbergs hinauf zum Dorfkirchlein und betrachteten von oben das Dächergewimmel der uralten Fachwerkhäuser. Wie idyllisch das heutzutage anmutet…

Zwingenberg Altstadt

In der Altstadt Zwingenbergs

 

 

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Sechs Aquarelle

April 17, 2019 § 5 Kommentare

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Über Ostern bin ich kurz weg. Der Süden braucht mich. Bis bald!

 

 

verzeichnet…

April 10, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar


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April 8, 2019 § 10 Kommentare

 

Man zeigt sich.

(Schön die traute Zwiesprache mit dem eiphone, oder in den Vordergrund auskragende Gliedmaße…)

In Positur und anderswo (II)

März 11, 2019 § 2 Kommentare

Faule Menschen haben’s schwer. Ich z. B. bin zu faul, meinen Kohlestift anzuspitzen, sodass ich mit immer mehr Kraft und Brachialraffinement dem Papier die Kohle eintreiben, oder – anders herum – dem Stift die Kohle abpressen muss. Unnötig zu sagen, dass die feine Linie vor der rohen Kraft oft genug in die Knie geht, mäandert, wegrutscht, oder sich gar nicht erst materialisiert und nur Einkerbungen Spuren des Gewaltexzesses hinterlassen. Im Grunde ist das mein Ringen mit der Figur, dem Abbild dessen, was in der Natur so leicht und locker daher kommt, auf dem Papier aber wegrutscht. So offenbart sich ästhetisch im Ergebnis der Prozess. In moralischer Hinsicht leiste ich Abbitte dafür, dass jeder aufs Papier gebrachte schöne weibliche Körper – in Posen zumal, die gewisse Reize zur Schau stellen, sie geradezu zu Markte tragen und damit durch implizierte Ökonomisierung abwerten – die abgebildete Person kastriert. Man verzeihe mir diesen schiefen Vergleich, aber doch kommt es mir so vor, dass eine auf ihre Sexualmerkmale reduzierte Frau sich ähnlich fühlt muss wie ein Mann, den man seiner Potenz beraubt – nur eben mit umgekehrten Vorzeichen. Sei‘ drum. Am Ende gibt’s dann etwas Farbe auf die erkratzten Linien. Zum Trost.

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Augen auf beim Musikgenuss

Januar 31, 2019 § 6 Kommentare

Musik ist Klang. Klar. ——- Aber nein! Musik ist viel mehr: Bewegung, Sehen, Spüren, Augenweide…

Bei Rockkonzerten ist die Show Teil des Ganzen. Selbst bei den Shoegazern, wo sich alle Bewegung im großen Zeh akkumuliert. Aber die abendländische sog. Kunstmusik, die „Klassik“ hat seit dem 19. Jahrhundert Musik auf Klang reduziert. Im Grunde sogar auf die Essenz einer Komposition, eines „Werks“, vollständig rezipierbar als Text im Studium der Partitur. Maßgeblich daran beteiligt war Eduard Hanslick, der Marcel Reich-Ranicki der Musik des 19. Jahrhunderts. Er erklärte Musik zum „Spiel tönend bewegter Formen“ und reinigte sie von allem vermeidlich außermusikalischen Ballast. Davor war Musik stets Ereignis, gesellschaftlich eingebunden am Hof, im bürgerlichen Heim, im Salon, in der Kirche, auf der Straße. Sie existierte als Funktion für alles mögliche, und dass sie zu Hören war, war nur Teil einer Einheit aus Zeigen, Sehen, Spüren (der Sound der voll registrierten Orgel, da flatterten den Schäfchen die Hosenbeine). Unzählige Maler hatten kein Problem damit, Musik, nämlich das Musizieren, zu verbildlichen. Aber die Idee des autonomen Musikwerkes machte dem den Garaus. Zwar setzen sich Besucher eines Klavierkonzertes auch gerne mal so, dass sie der Pianistin auf die Finger schauen können, doch gilt unter Puristen das Dogma eines reinen Konzertgenusses, bei dem alle Optik bloß störendes, weil ablenkendes Beiwerk ist. Ausnahme vielleicht der Dirigentenstarkult, den Karajan meisterlich beherrschte. Aber ich erinnere mich an einen seiner letzten Auftritte in der Berliner Philharmonie, er musste am Pultgerüst angeschnallt werden um nicht als etwaiger Begründer des Stagedivings in die Klassikgeschichte einzugehen (hat inzwischen Chilly Gonzales erledigt). Nein, man erfreue sich an der Performance eines Glenn Goulds, der sein eigenes Spiel dirigierte und den Klang von unter dem Flügel hervor zauberte. Wie sich einer bewegt beim Musikmachen, das ist nicht nur Ausdruck körperlicher Geburtswehen, es macht Musik erlebbar jenseits aller Schallwellen. Das Klassikkonzert der Zukunft – Musikmanager hergehört! – findet im Club statt, und alle tanzen. Hugh.

 

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P. S. Die Idee zu diesem Beitrag verdanke ich einem Aufsatz von Nicholas Cook: Klang sehen, Körper hören. Glenn Gould spielt Weberns Variationen für Klavier. In: Musik und Geste: Theorien, Ansätze, Perspektiven. Herausgegeben von Katrin Eggers und Christian Grüny. Paderborn 2018. S. 71ff.

Selbst, enharmonisch verwechselt, zugleich einige ins Spekulatorische abgleitende Erörterungen zum Verhältnis von Theorie und Praxis illustrierend

Januar 10, 2019 § 9 Kommentare

selbst, enharmonisch verwechselt

 

 

Die enharmonische Verwechslung fristet in der bildenden Kunst ein Schattendasein. Beheimatet ist sie in der Musik, wo ein gis auch ein as sein kann, je nachdem, ob es sich E-Dur oder As-Dur zugehörig fühlt. Hört man aber nur den einen Ton, ohne Zusammenhang, weiß man weder wie er heißt, noch wo er hin will. Ein Homonym. Wie das Wort Ton, bei dem sich auch erst im textlichen Zusammenhang erschließt, ob er klingt, oder gebrannt werden soll. Freilich kann der gebrannte Ton auch zum Klingen gebracht werden. Aus dem einen Ton wird also der andere Ton, und da sind wir schon bei der enharmonischen Verwechslung, wo aus dem gis ein as wird. Der ganze Schlamassel mit der Doppeldeutigkeit rührt ja daher, dass die Praxis sich mal wieder nicht an die Theorie hält. Erreichen doch 12 übereinander gestapelte reine Quinten nicht ganz die ihnen der Theorie nach entsprechen sollenden 7 reinen Oktaven. Gott konnte nicht rechnen, so viel steht fest. Ausbaden müssen es die Musiker, oder besser die Klavierstimmer, die kein Intervall außer der Oktave rein stimmen dürfen, will die Pianistin auch mal die Ausgangstonart verlassen. Das ist so, als würde man die Kompassnadel, nach der sich ein Wanderer richtet, kontinuierlich weiter rücken, sodass der Wanderer immer wieder zuhause ankommt, egal wie lange er unterwegs ist. Übrigens bediente sich die Farbtheorie für die Bedürfnisse des Malers eines vergleichbaren Tricks, indem nämlich die Farben des Regenbogens aus der Linearität des physikalisch Messbaren in einen sich schließenden Kreis gezwängt werden, unter Zuhilfenahme einer Farbe, die im messbaren Spektrum nicht vorkommt: zwischen rot und violett, was dann der als pythagoreisches Komma bezeichneten Kluft in der Musiktheorie entspräche – oder wie auch immer. Fakt ist jedenfalls, dass die Welt hier nicht so ist, wie sie sein sollte. Oder gerade doch? Wie bereichernd sind die zarten Schwebungen, die durchs leichte Verstimmen in den Klang kommen, die Entfaltungsmöglichkeiten, die sich versierten Stimmern bieten im Ausbilden einer ganz eigenen Handschrift. So auch das illustre Farbspektrum, dass das Gehirn mit Hilfe dreier Zapfen dem Farbempfinden vorgaukeln kann.

Wo bin ich?

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