Mit Tusche und Kohle

Juni 17, 2017 § 2 Kommentare

 

 

 

 

 

 

 

Großer Akt, über sich …

Mai 25, 2017 § 4 Kommentare

selbst hinauswachsend, angelehnt an Sieghard Gilles Ute mit Besorger, den Besorger weglassend dafür mit Beblo Komma Fritz ins Geschäft kommend:

 

Hüftschwung

Mai 20, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

Zwei Studien

Mai 16, 2017 § 2 Kommentare

 

 

Mehr Finsternis!

Mai 5, 2017 § 8 Kommentare

Licht – eine Form von Energie. Finsternis – die Abwesenheit von Licht. Oder? Warum nicht andersherum: Finsternis – eine Form von Energie. Licht – die Abwesenheit von Finsternis. Wir alle glauben, Licht zu sehen. Dabei sehen wir nur Körper. Licht kann man nicht sehen, denn wo sich dem Licht kein Widerstand bietet, da bleibt es unsichtbar. Alles dunkel, im (lichtdurchfluteten) Universum. Und erst die Farben. Newton, Goethe. Unzählige Physiker und Geistesgrößen in beider Gefolge. Jetzt Olaf L. Müller, Professor für Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie an der Humboldt-Uni Berlin (immerhin!), mit einem 500 Seiten starken Buch und dem Versuch, den von der Naturwissenschaftlichen Forschung längst erledigten Farblehrer Goethe zu reanimieren und nebenbei ein paar interessante wissenschaftstheoretische Fragen aufzuwerfen.* Denkt der Laie. Rezensionen in Fachkreisen haben das Buch mittlerweile zurückgewiesen. Nochmal kurz das Wichtigste soweit ich es bisher verstand: Newton hatte festgestellt, dass das „weiße“ Licht aus Kräften zusammengesetzt ist, die (durchs Prisma geschickt) unterschiedlich stark brechen und der Einfachheit halber als Strahlen bezeichnet werden können, die unterschiedliche Farbempfindungen hervorrufen. Goethe war empört über die Vorstellung, Licht sei etwas Zusammengesetztes und entwickelte demgegenüber die Vorstellung, Farben entstünden erst im Aufeinandertreffen von Licht und Finsternis, seien also nicht einfach im Licht bereits „enthalten“. Müller setzt nun dem von ihm so genannten „Newton-Spektrum“ (die Regenbogenfarben) das „Goethe-Spektrum“ gegenüber. Schickt man nämlich anstelle eines Lichtstrahls in einem dunklen Raum (Newton) einen „Finsternisstrahl“ in einem hellen Raum (Goethe) durchs Prisma, so zeigen sich in abgeänderter Reihenfolge alle Regenbogenfarben, außer dass das mittige Grün durch das mittige Purpur ersetzt ist. Dies machte mich hellhörig, denn ich hatte gerade erst für mich festgehalten, dass sich der herkömmliche Farbenkreis entlang der Regenbogenfarben ja nur rundet, indem man das „in der Natur“ nicht vorkommende Purpur hinzumischt und so die Lücke vom dunkelblau/violett zum rot schließt. Um’s kurz zu machen: Je mehr ich versuche, zu verstehen, desto mehr entgleitet mir das Phänomen. Ein Schicksal, das ich tröstlicherweise sicher mit dem ein oder anderen Laien teile. Der Verdacht allerdings, dass auch die Fachwelt, wenngleich auf viel höherem Niveau, im Dunkel herumstochert, kann auch nicht ganz ausgeräumt werden. Aus alledem folgt eigentlich nur, dass sich glücklich schätzen darf, wer nichts weiß, insbesondere nicht, dass er nichts weiß. Erfreue ich mich doch einfach an selbst angerührtem Cadmiumgelb (über grau):

 

 

und an einer Schlafenden, deren Träume in einer Welt jenseits der Farben angesiedelt sein mögen:

 

 

* Olaf L. Müller, Mehr Licht. Goethe mit Newton im Streit um die Farben. Frankfurt 2015

Konstruktionszeichnung mit losem Anhang

März 29, 2017 § 2 Kommentare

Mir dämmerte neulich beim Betrachten eines Kopfes im Profil, dass sich die korrekte Anordnung der entscheidenden Gesichtspartien (Nase, Mund, Kinn) im Profil ganz leicht konstruieren lässt, wenn man eine Linie von den Augen abwärts über den Nasenansatz am Mundwinkel vorbei bis unters Kinn zieht. Ich zog also auf einem Schmierzettel diese leicht gewölbte Linie, und setzte alles andere darauf. Ganz einfach.

 

 

Diese Blätter sind nicht konstruiert, sonder lose nach Vorlagen gearbeitet:

 

 

 

 

 

 

 

 

Nichts von hinten

März 13, 2017 § 6 Kommentare

Die meisten von uns können sich das Nichts nicht vorstellen. Ich auch nicht. Wenn irgendwo alles aufhört, was kommt dann dahinter usw. Ich sage mir zum Beispiel: entweder ich sehe etwas, oder dort, wo ich hinsehe, ist nichts zu sehen, dann ist da alles schwarz. Aber dieses Schwarz sehe ich ja auch. Sitze ich aber auf meinem Lieblingsstuhl in meiner Lieblingsküche und blicke meinen Lieblingsblick durchs Fenster über Dachfirste gen Himmel, und halte den Kopf starr, bewege auch die Pupillen nicht, und schwenke meine Aufmerksamkeit langsam rechtswärts über den Rand des Fensters hinaus, die weiße Wand entlang zum großformatigen Bild das dort hängt, weiter über gespachtelte Bäume, so verebbt diese sichtbare Welt mit eine Mal, der gespachtelte Wald ist noch nicht zu Ende. Und dann, weiter rechts? Nichts. Da isses. Ich kann zwar nach vorne schauen, aber nicht nach hinten. Das Sichtfeld hört dann einfach auf. Das ist uns so selbstverständlich, dass wir diese Ungeheuerlichkeit gar nicht bemerken. Seit mit das bewußt wurde, versuche ich mir vorzustellen, was das ist, da „hinten“. Nicht im Raum hinter mir, natürlich. Da brauche ich mir nur umdrehen. Nein, da wo das Sichtfeld aufhört. Nun kann man ja malen, was man sieht. Aber dieser Effekt lässt sich nicht malen. Jedes Bild ist per se begrenzt. Es hört, so groß es auch sein mag, irgendwo auf. Meist fängt da der Rahmen an, und der signalisiert ja unmissverständlich: hier ist Schluss. Aber: man kann das Bild umdrehen, und mit etwas Glück scheint was durch. Das funktioniert nun wiederum nicht mit dem Gesichtsfeld. Oder der Landschaft, in deren Anblick man sich versenkt. Ich stelle mir manchmal vor, man könnte „von hinten“ auf das Leben blicken. Nicht zeitlich, vom Ende her, sondern räumlich. Es umdrehen wie ein Bild. Dann wäre wohl alles seitenverkehrt. Aber auch auf dem Kopf? Oder sichtbar, was nicht gelebt wurde? Mir schwirrt der Kopf…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo bin ich?

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