Torso

Juni 7, 2019 § 7 Kommentare

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Akt orangeblau

Mai 31, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Akt lerkj

Akt grünblau

Mai 30, 2019 § 3 Kommentare

Akt grünblau

In Positur und anderswo (II)

März 11, 2019 § 2 Kommentare

Faule Menschen haben’s schwer. Ich z. B. bin zu faul, meinen Kohlestift anzuspitzen, sodass ich mit immer mehr Kraft und Brachialraffinement dem Papier die Kohle eintreiben, oder – anders herum – dem Stift die Kohle abpressen muss. Unnötig zu sagen, dass die feine Linie vor der rohen Kraft oft genug in die Knie geht, mäandert, wegrutscht, oder sich gar nicht erst materialisiert und nur Einkerbungen Spuren des Gewaltexzesses hinterlassen. Im Grunde ist das mein Ringen mit der Figur, dem Abbild dessen, was in der Natur so leicht und locker daher kommt, auf dem Papier aber wegrutscht. So offenbart sich ästhetisch im Ergebnis der Prozess. In moralischer Hinsicht leiste ich Abbitte dafür, dass jeder aufs Papier gebrachte schöne weibliche Körper – in Posen zumal, die gewisse Reize zur Schau stellen, sie geradezu zu Markte tragen und damit durch implizierte Ökonomisierung abwerten – die abgebildete Person kastriert. Man verzeihe mir diesen schiefen Vergleich, aber doch kommt es mir so vor, dass eine auf ihre Sexualmerkmale reduzierte Frau sich ähnlich fühlt muss wie ein Mann, den man seiner Potenz beraubt – nur eben mit umgekehrten Vorzeichen. Sei‘ drum. Am Ende gibt’s dann etwas Farbe auf die erkratzten Linien. Zum Trost.

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Körperstudien. Aus der Kraft der Eselsbrücke

Januar 17, 2019 § 6 Kommentare

 

Die Kraft der Eselsbrücke. Will ich mir einen Begriff, oder einen ungewöhnlichen Namen merken – Guiomar Novaes zum Beispiel – dann überlege ich mir ein ähnlich klingendes, wohl bekanntes Wort dazu. Über dieses zusätzlich gelernte Wort komme ich dann auf den Namen, wenn er mir mal wieder nicht einfällt. Was ja erstaunlich ist, denn warum sollte es helfen, sich für das Memorieren eines Wortes ein zusätzliches einzuprägen. Das ist ja so, als würde mir der Marathon leichter fallen, wenn ich gleich einen zweiten hinterher laufe. Die Erklärung ist dennoch einfach.  Wenn den Menschen etwas glücklich macht, sind es Verbindungen. Zu anderen Menschen. Zu Dingen, von Gedanke zu Gedanke usw. Überhaupt wenn sich alles fügt, „rundet“, wie man so sagt. Was, den kennst du auch!? Und schon ist man sich ein Stück näher gekommen auf der Party. Über den interessanten Künstler xy habe ich neulich in einem Zeitungsartikel etwas gelesen. In einem Buch, das ich gerade zu einem ganz anderen Thema lese, taucht der Name plötzlich wieder auf. Schon bin ich elektrisiert. Usw. Genauso funktioniert unser Gehirn. Synapsen wollen sich verbinden, sie halten einander fest und mehren so Wissen und Erfahrung. Guiomar Novaes also, eine fulminante Pianistin, von der ich eine wunderbare Schallplatte besitze. Aber dazu demnächst mehr. Hier wollen sich ein paar Kohlezeichnungen mit dem Rest der Welt verbinden:

 

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Zwei tiefgrüne Akte

Januar 14, 2019 § 2 Kommentare

Den Akt auf die Fläche zwingen – hob ich an den Text zu schreiben, der sich gerade materialisiert, um dann, abgeschreckt von der Drastik der Wortwahl, inne zu halten und meine Sprache zu überdenken. Die versuchte Gewaltanwendung steckt im drohenden Misslingen, in der Angst vergeblicher Mühe. Dabei ist die Vorstellung betörend, einen Akt auf den Bildträger zu zaubern, oder, etwas prosaischer, sich auf den flachen Bildträger als eine Wirklichkeit ganz eigener Daseinsberechtigung einzulassen. Und darum nur kann es ja gehen. Suche ich meine Modelle dafür im Raum, oder im eingefrorenen Raum, der Fotografie etwa, ist der Abstand auch gar nicht so groß, wie es scheint. Schließlich nehmen wir den Raum als solchen ja nicht naiv empfangend wahr, sondern unser Gehirn konstruiert mit viel Aufwand eine Vorstellung davon. Dazu gehört viel erlerntes Wissen, und das im Auge gesammelte Licht gewissermaßen nur als Initialzündung. Man bedenke nur, dass die Netzhaut, auf der sich ein erster optischer Eindruck einfindet, bereits „flach“, also zweidimensional ist. Zwar haben wir derer zwei, doch die Stereo-Wirkung nimmt mit zunehmender Entfernung zum Objekt ab. Was einerseits zur Folge hat, dass wir bei Blicken in die Tiefe des Raumes im Zweifel schon mal die Dimension der Zeit zu Hilfe nehmen und uns bewegen müssen, damit im Gegeneinander-Verschieben der Objekte ihre räumliche Anordnung erkennbar wird. Und andererseits z. B. eine naturgetreue Zeichnung eines unmittelbar vor der eigenen Nase befindlichen Objekts unmöglich macht, es sei denn, man blendete zwei Zeichnungen ineinander, oder drückte ein Auge zu während des Abzeichnens. Gelingt es uns also, die „Konstruktionsarbeit“ des Gehirns auszuschalten – viele dazu taugliche Hilfsmittel wurden benannt (erwähnt sei nur, einen Rahmen vor die Landschaft zu halten) – so dürfte die Übertragung aufs Papier nicht schwer fallen. Wie aber wird das, was ich im Raum als „schön“ gesehen habe, auf dem Papier „schön“? Oder interessant, oder beunruhigend? Hier verzweifle ich regelmäßig, weiß ich doch noch nicht einmal, warum mich etwas zum Nachzeichnen reizt. Und am Ende bleibt nur das Bild. Es muss immer aus sich heraus funktionieren. Das gilt übrigens insbesondere für Portraits. Am Ende des Tages interessiert sich niemand mehr für eine vermeintliche „Ähnlichkeit“. Aber das nur am Rande.

 

Für diese fragmentierten Akte nahm ich Grün, diese sehr zu Unrecht geschmähte und aus dem Kreis der „Primärfarben“ verbannte Farbe, in ihrer schwer dunkel und tiefblau abgetönten Variante. (Die mir persönlich weit sinnlicher und geheimnisvoller dünkt als ein abgedroschenes Rot. Ist Blau die Ferne, so ist Grün die Tiefe)

constructing the nude 02

constructing the nude 01

Doppelbelichtung

November 3, 2018 § Hinterlasse einen Kommentar

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