Acryl auf Leinwand

Februar 14, 2019 § 12 Kommentare

 

abstrakt I

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Zwei Landschaften

September 18, 2018 § Hinterlasse einen Kommentar

Große Welle

 

Landschaft

Ostsee

August 23, 2018 § 4 Kommentare

Ostsee

 

In meiner Abwesenheit hat sich der Ostseestrand entvölkert. So sieht’s da jetzt aus.

 

 

Aus vier mach drei. Eine Erregung

Juli 8, 2018 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

Mit 16 spielte ich in einer Schülerband. Wir waren ambitioniert, stolz auf ausschließlich eigene Kompositionen und hoffnungslos überfordert. Das ließen wir unser Publikum spüren. Ich erinnere einen Auftritt im legendären Darmstädter Schlosskeller, als mitten in einer ausgeklügelten Komposition jemand „Wasser!“ brüllte, als brächte ihn unsere Musik an den Rand des Verdurstens. Es waren die Siebziger. Alles war möglich. Die Besetzung bestand aus vier Gitarristen und einem Querflötisten plus gelegentlichen Gesangseinlagen. Das beste an den Proben waren die Pausen, während derer wir ausgiebig Songs unserer Helden King Crimson spielten, erst Epitaph, dann In the Court of the Crimson King, dann wieder Epitaph gefolgt von ITCOTCK und immer so weiter. Das Konzept mit vier Gitarristen war zum Scheitern verurteilt, die Bande löste sich auf – nicht jedoch ohne einen Gig gespielt zu haben an just jenem Ort, an dem nur wenige Jahre zuvor King Crimson herself aufgetreten waren. Das gab dem gescheiterten Vorhaben immerhin den Hauch einer Legitimation. Was aber ist törichter als vier Gitarristen in eine Band zu packen? Die Antwort gibt seit zwei Jahren und kürzlich erneut im Berliner Admiralspalast King Crimson: drei Schlagzeuger in einer Band. Aus dem genialen Musiker und Bandleader Robert Fripp, Mastermind von King Crimson, ist über die Jahre ein Personalpolitiker geworden, der Musiker aus inzwischen drei King-Crimson-Generationen in eine Band presst und sie mit seinem disziplinarischen Totalitarismus zu beschlipsten Marionetten seiner selbst macht. In den Siebzigern spielten auf Schulfesten Schülerbands, zu deren Auftritt ein mindestens fünfminütiges Schlagzeugsolo gehörte wie das Amen in die Kirche. Im Admiralspalast letzten Sonntag dauersolierten drei Schlagzeuger zweieinhalb Stunden lang und zerkloppten King-Crimsonsches Tafelsilber. Da half nur eins: zuhause angekommen die Red auflegen und Starless im Original hören. Zum Heulen schön. Wie immer.

 

 

 

 

 

Vier Landschaften als Antwort auf orthodoxe Pinselmalerei

November 3, 2016 § 2 Kommentare

Malen. Den Pinsel in die Hand nehmen, in Farbe eintauchen und über die Leinwand streichen. Und dabei unermüdlich Entscheidungen treffen. Für jede Farbe, für jeden Strich. Fürs Anfangen, fürs Aufhören, fürs Beenden, fürs Liegenlassen. Arbeit das alles. Und oft doch nur inzestuöse Gedankenschieberei, perpetuierender Gleichklang, Stillstand im Geiste. Onanie des Wollens. Dagegen: Das Blatt färben, Klecksen, Abklatschen, Farben laufen lassen, disparate Materie sich selbst überlassen, Teilhaben am Sein der Dinge, instantöse Bildfindung. „Das befreit mich von dem furchtbaren Stress der orthodoxen Pinselmalerei“*, las ich heute bei Leiko Ikemura, einer Künstlerin, deren Arbeiten ich sehr mag, und fühlte mich sogleich in meinem Klecksereieskapismus auf das empfindlichste bestätigt.

Voila:

 

abklatsch-am-wasser

 

landschaft-nach-rechts

 

landschaft

 

gefuege

 

*Leiko Ikemura. Im Gespräch mit Friedemann Malsch. Köln 1998. S. 58

Ein Haiku

Oktober 31, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

himmel-glke

 

Von der Regenzeit

blieb doch unangetastet

die Halle des Lichts.

 

Matsuo Bashô. Übersetzung: Ralph-Rainer Wuthenow

The real stuff

Juli 26, 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

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Digitales Malen mit IPad und Stift eröffnet eine klinisch-sterile Welt der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Alle Farben, Schattierungen, Pinselarten auf Abruf bereit, brillantes Display, beliebiges Vor- und Zurückschalten, Ebenen-Ein-und-Ausblenden, maximaler Bedienkomfort. Da heißt es: den Gürtel enger schnallen, Fokussieren. Denn natürlich ist das Spielerisch-Gefällige digitaler Möglichkeiten eine Falle. Wo kein Widerstand ist, kein Widerpart, da bleiben die Funken aus, da reibt sich nix. Und dann die Frage: wie existiert denn das Bild, das am Ende digitaler Prozesse für richtig befunden wird und Gültigkeit haben soll. Ist es eine Datei auf dem Computer? Das momentan auf dem Display Sichtbare? Aber in welcher Größe, bei welchen Displayeinstellungen? Ist es ein Ausdruck auf Fotopapier? Für’s Präsentieren hier auf dem Blog ist es das naheliegende Medium. Das Hochladen bleibt für mich jedoch ein Seitenschritt, keineswegs das Ziel. Wie an anderer Stelle gesagt – für’s Experimentieren, Vergleichen, Abwägen ist das IPad ein perfektes Tool. Alles andere muss sich zeigen. Mich jedenfalls drängt es nach entspannt-spielerischem Daddeln auf dem Pad immer wieder verstärkt in die Welt analoger Dinge. The real stuff: Pigmente anrühren, klecksen, abklatschen, schmieren, pampen, spritzen. Und am Ende intensiven Klecksens vor lauter zum Trocknen abgelegter Blätter unterschiedlichsten Formats nicht mehr wissen, wo noch ein Stehen, geschweige denn Gehen möglich ist.

 

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Wo bin ich?

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