Großer Akt, über sich …

Mai 25, 2017 § 4 Kommentare

selbst hinauswachsend, angelehnt an Sieghard Gilles Ute mit Besorger, den Besorger weglassend dafür mit Beblo Komma Fritz ins Geschäft kommend:

 

Ein Wort zum lieben Gott

Mai 23, 2017 § 4 Kommentare

So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, dass er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt.

Alfred Hrdlicka

 

 

 

 

Keines meiner Pigmente ist so durchsetzungsstark wie Oxidrot. Am besten, man überlässt ihm das Feld, allenfalls moderiert durch großzügige Dreingabe von Weiß und Cadmiumgelb. Auch so ein Brechermineral.

(Aus dem Bode-Museum: ein Krieger von Schlüter und eine Caritas-Figur)

Hüftschwung

Mai 20, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

Zwei Portraits

Mai 17, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

Der eine tritt gerne im Bademantel vor sein Publikum, der andere ließ aus Verzweiflung über eine verlorene Liebe diese als Puppe wieder auferstehen. Der eine malte farbenfrohe Bilder, der andere bezaubert durch flinke Finger, Musikalität, Witz und überschäumende Energie. Sie haben sich nie kennen gelernt, vielleicht weiß der eine vom anderen- aber hier finden sie als Kohlepartikel auf Altpapier zueinander.

Zwei Studien

Mai 16, 2017 § 2 Kommentare

 

 

Im Park

Mai 14, 2017 § 4 Kommentare

 

(Stagnation grad. Ich tröste mich aber mit Jakop Philipp Hackert, dem von Goethe sehr geschätzten Landschaftsmaler. Gebürtiger Uckermärker, in Italien zu Ruhm gekommen, notierte er einige Überlegungen zur praktischen Kunsttheorie, aus der ich in einen Satz zitiere möchte, und zwar in aller ungehobelt hemdsärmeligen Pracht – dankenswerterweise gedruckt ohne die sonst übliche Anpassung an moderne Rechtschreibung und Grammatik*:

(– Luftholen, und los:   )

Daß beste Mittel Anzurathen welches ich pracktisirt habe ist, daß wen man an einer Sache die man Angefangen hat, merket das man Müde davon ist, es platterdings Gleich ligen laßen, und so gleich nach einer kleinen promenade, nach der Natur die da Reizet waß Andres Anzufangen, die Neuheit des Objeckts Reitzet sehr und macht  neue Lust und Liebe die Natur nach zu Ahmen, und die Veränderungen der Dinge macht uns den Verdruß daß wir es nicht so gleich erreicht haben, vergeßen, so daß wir des Andern Tages Nach Ruhe und Uberlegung daß Werck mit Neuen Muthe wider Angreifen bis wir entlich dahin kommen die ersten Schwürigkeiten Uberwunden zu haben, und nach und nach zu der Großen Fertigkeit gelangen, daß wir keine Große Schwürigkeit mehr Spüren, bis man Endlich Auf den Pfleck komt, daß man Alles waß uns die Natur darstellet, mit Kunst und Geschmack ohne Anstand nach Zeichnen konnen, und daß mit einer solchen Fertigkeit und Geschicklichkeit, als jemand der mit wohl gebildeten Buchstaben so gleich einen Brief schreibet.

(herrlich: Schwürigkeit. Und: das Werk mit neuem Mut angreifen)

 

Also: auf zur kleinen promenade!

 

* Nachzulesen hier: Lehrreiche Nähe. Goethe und Hackert. München und Wien 1997, S. 114

Waldsee

Mai 10, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

 

 

(Das Cadmiumgelb von neulich beleuchtet die Waldszene rückwärtig und legt sich als matter Glanz auf die Wasseroberfläche.)