Dazwischenstand

August 5, 2019 § 5 Kommentare

 

fliegende Haare

Manchem stehen die Haare zu Berge. Anderen fliegen sie zum Kopfe heraus. Zum Raufen bleiben mir ohnehin nicht mehr viele. Hier wird’s die nächste Zeit etwas stiller, weil wichtige Themen Zeit beanspruchen.

 

 

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Generation Instagram III

Juli 10, 2019 § 10 Kommentare

 

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Auf Instagram feiern die Menschen ihre große und kleine Welt. Sie posaunen ihre Fotos hinaus ins Netz in einem verzweifelten Versuch, alles festzuhalten – sich selbst, die Schönheit der Dinge, ihre Träume, ihr Smartphone, ihr Essen als Trophäe eines Daseinskampfes, der so leicht geworden ist wie nie zuvor seit Menschen um ihr Dasein ringen. Sie konkurrieren umeinander im Wissen um ihr Scheitern, ihr Nachsehen, ihre Endlichkeit. In einem lesenswerten Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 22.6.2019 schrieb Philipp Bovermann über die Inszenierungen auf Instagram:

Die blühenden Rosen, die anscheinend unberührten Landschaften, aber auch das eigene Mittagessen, alltägliche Dinge verwandeln sich für den melancholischen Betrachter in Stillleben, in Zeugnisse der Vergänglichkeit. Sie vor Augen lässt sich die Natur betrauern, aber eben auch der Mensch, der dumme, kleine Mensch, der nun mal nicht aus seiner Haut kann und der mit dem Klimakollaps ebenso vom Untergang bedroht ist wie alle Tierarten.“

Denn kein Deus ex machina wird uns retten, aus diesem Theater.

Generation instagram II

Juni 30, 2019 § Ein Kommentar

 

Gruppe wölkef

 

(hier ging‘s los mit der Serie)

T. L.

Juni 21, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Kopf glwek_

Jedes Gesicht…

März 31, 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

ein Konstrukt.

Kopf owiue

 

Kopf weiow

 

Reiseskizzen

Februar 12, 2019 § 14 Kommentare

Ohne das kleine Schwarze gehe ich nicht aus dem Haus. Schon gar nicht auf Reisen. Um so größer die Erleichterung vor dem Schock, als eine aufmerksame Sitznachbarin im ICE das schwarze Notizbüchlein unterm Sitz hervorzog und mich fragte, ob es das meine sei, noch bevor ich den Verlust überhaupt bemerkt hatte. Meine Erleichterung war groß und nur der Schicklichkeit halber fiel ich ihr nicht um den Hals, enthält das Büchlein doch nicht nur meine Skizzen, sondern die Gedanken und Literaturexzerpte der letzten vier Monate. Ich hätte die vier Monate nochmal leben müssen, hätte sie nicht aufgepasst. Ihr widme ich die ansonsten verloren gegangenen Skizzen meiner Reise.

 

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Über das Leben im knisternden Scheiterhaufen

Januar 29, 2019 § 15 Kommentare

Walter Benjamin zufolge wohnt jedem Portrait Trauer inne, da es den Tod des Portraitierten antizipiert. Das Portrait verlängert die abgebildete Person über den Tod hinaus und zeigt daher mit dem Finger auf das Ende. Ist das Portrait gealtert, weit über den Tod des Abgebildeten hinaus, kehrt sich die Trauer in Trost: das Leben war nicht vergeblich, das fortdauernde Bild kündet späteren Generationen vom Wirken eines Menschen, es dokumentiert: hier hat Einer gerungen, hier hat Eine gelitten. Auch in der verbreitetsten Ausprägung des Portraits der Jetztzeit, dem Selfie, steckt Trauer. Im naiven Bemühen um Eingang ins Digital-Ewige hinein, im Wunsch, dort eine neue Heimat zu finden, wo die Vergänglichkeit alles Materiellen aufgehoben scheint. Schaut man in die Instagram-Welt, glotzt die globale Vanitas-Fratze zurück. Alles eitel und nichtig. Und ein Fest. Ja, ein großes Fest. Und dazu legen wir unsere Lieblingsplatte auf, spielen die immer gleiche Stelle, bis sie knistert wie ein Scheiterhaufen. So ist’s drüben im Studio Glumm nachzulesen, in diesem fulminanten Text über das schöne, gefährliche Leben.

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selbst rauchend

Wo bin ich?

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