Find the river

November 24, 2020 § Ein Kommentar

Manche Songs nisten sich in den Gehörgängen ein und werden zum ständigen Begleiter. Find the river von R.E.M. ist mir so einer. Und dann habe ich neulich diese Video von Michael Stipe auf youtube entdeckt, das mich in seiner direkten und ungekünstelten Ansprache berührt hat. Es ist eine Demo-Version von No time for love like now. Was mich wiederum zu diesem Bild anregte.

Michael Stipe

Den Pinsel flach halten

Oktober 29, 2020 § 3 Kommentare

Ich versuche, beim Malen mehr in die Fläche zu gehen. Auffächern statt umreißen, ausbreiten statt einhegen. Schweifen, ein Plateau fürs Auge. (Ist irgendwie auch meditativer, hab’ ich festgestellt)

A shitter splash

Oktober 14, 2020 § Hinterlasse einen Kommentar

lass krachen

September 24, 2020 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Raucher

September 16, 2020 § Hinterlasse einen Kommentar

(In meiner Studentenzeit gönnte ich mir eine gelegentliche Zigarette am Küchenfenster. Sie half, heiß gelaufene Synapsen abzukühlen und geistige Schwerstarbeit stilvoll abzufedern. Später gab ich das Rauchen auf…)

Auf Makulaturkarton

September 12, 2020 § Ein Kommentar

Jeder schöpferische Akt ist Materie abgetrotzt und behauptet sich somit gegen Wiederstände. Energie muss in Stellung gebracht werden, um eine Ziel gegen Wiederstand zu erreichen. Eleganter ist freilich stets, wiederständiger Energie zu folgen und sie sanft in die gewünschte Richtung zu lenken. Einen Eimer Farbe über die Leinwand zu gießen und Schwerkraft im Zusammenspiel mit materialen Eigenschaften für sich wirken zu lassen, kann schon reizvolle Ergebnisse erzielen. Viele Künstler nutzen ganz oder teilweise Zufallsstrukturen für ihre Arbeit. Als ich neulich einem der Müllentsorgung zugedchten Container einen Stapel Kartons entnahm, ahnte ich noch nicht, welch wundervolle Strukturen die leicht glänzende Oberflächenschicht in Kontakt mit wässriger Farbe ermöglichen würde. Zudem hinterließ die mir unbekannte Vorgängernutzung teils fetthaltige Partien auf der Beschichtung, mit dem Ergebnis, dass sich die Aquarellfarbe von manchen Stellen beim Malvorgang auf wundersame Weise immer wieder zurückzieht. So passiert auf dem Malgrund mit der Bildidee, was reale Einflüsse im echten Leben mit Gesichtern machen. Sie hinterlassen Spuren, Einkerbungen, Verformungen. Die Flüchtigkeit eines Gesichts als Symbol für Leben schlechthin, das in jedem Moment seiner Existenz ein fragiles Zusammenspiel harmonierender und divergierender Kräftefelder ist.

Instagram VI

September 9, 2020 § 8 Kommentare

Konturen markant aufs Papier zu setzen und damit die Figur buchstäblich zu umreißen, um ihr anschließend farblich-fließend Leben einzuhauchen ist das eine. Nämlich ihre Existenz kraft Linie zu behaupten in einem Akt bildnerischer Schöpfung. Etwas ganz anderes ist es, sich in der Fläche mit zunächst zarten, wässrigen Tönen das Terrain sukzessive zu erobern, die Figur „werden“ zu lassen. Im Entstehungsprozess lässt sich so gut beobachten, ab wann diffuse Flächen zu „menscheln“ beginnen, wann erkennbare Merkmale der Physiognomie und der Gesichtsform Ausdruck annehmen und den Betrachter berühren. In der nunmehr sechsten Folge meiner Instagram-Erkundungen bin ich den Weg der Fläche gegangen, von innen nach außen gewissermaßen und ohne vorab klärende Kontur. Desgleichen von hohem Wasseranteil und unbunten Farben allmählich zu höherer Farbdichte fortschreitend. Ganz nebenbei arbeiten mir die Mittel, Papier und Farbe, zu und entfalten ein faszinierendes Spiel aus Zufallsstrukturen, die sich sowohl in die Idee einbinden lassen, als auch ihr neue Impulse zu geben vermögen. 

Generation instagram V

September 5, 2020 § 2 Kommentare

Köpfe 7.0

August 24, 2020 § 8 Kommentare

Der Urlaub ist vorbei. Auch mit dem Sommer geht‘s rapide bergab, hier aber weiter mit den Köpfen, nun in Wasserfarben. Leichter und fragiler, auch blasser, unscheinbarer. Beim letzten Blatt malt die Wölbung des Papiers schon mit, sie bewirkt beim Abfotografieren unterschiedlich helle Bereiche, da weiß man nicht, ist‘s noch Farbe oder Lichtspiel. 

Urlaub vier

August 9, 2020 § 2 Kommentare

 

 

Brombeeren gepflückt. Oberhalb des Strandes durch den Wald geradelt. Erstmalig eine Tablette gegen Heuschnupfensymptomatik geschluckt. Wirkte Wunder. Ritual des Sonnenuntergangsbegleitenden Schwimmens. Mir als neue Lektüre den verschwurbelten Nabokov-Roman Ada oder das Verlgangen vorgenommen. Schon jetzt dran verhoben. Dann lieber Hinrichsens kluges Beethoven-Buch, das ich vorm Urlaub als ebook in die Bücher-app meines Ipads geladen hatte. Die app begrüßt mich mit einem neuen Feature. „Leseziele. Lies jeden Tag, sieh, wie sich deine Statistiken entwickeln und schaffe mehr Bücher.“ Darunter die Anzeige meiner Leseaktivität in Minuten und Sekunden, gefolgt von „Nur noch drei weitere Bücher, um dein Ziel zu erreichen.“ Jetzt tönt vom Haffplatz das Umm-pah-Umm-pah der immergleichen Evergreens herüber. Model gefolgt von Kling Klang gefolgt von Aber bitte mit Sahne. Nur noch drei weitere Lieder und du hast dein Ziel erreicht. Zwischendurch gezeichnet.

Wo bin ich?

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