beethoven, die sechste

Februar 1, 2018 § Hinterlasse einen Kommentar

beethoven liebte die Natur. Wann immer sich die Gelegenheit bot, zog er vor die Tore Wiens aufs Land und unternahm ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen. Seine Musik legt Zeugnis davon ab, am eindrücklichsten vielleicht in der sechsten Sinfonie, der sogenannten „Pastorale“. Nicht, weil er glaubte sich musikalisch nicht verständlich machen zu können, sondern im Überschwang der Begeisterung gab er entgegen seiner sonstigen Gewohnheit der Partitur  sprachliche Hinweise mit auf den Weg. „Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Land“, oder: „Frohe, dankbare Gefühle nach dem Sturm“, und sogar: „Nachtigall“, „Wachtel“, „Kuckuck“. Rezipienten der Nachwelt, insbesondere akademisch-intellektueller Couleur, taten sich schwer mit einer solcherart vermeintlich naiven „Naturmahlerey“. Dabei frappiert noch heute, wie beethoven eine derart beglückende, gelöste Musik gelingen konnte, dabei sämtliche Fallstricke von Peinlichkeit nicht nur umschiffend, sondern deren schiere Möglichkeit durch die meisterlich auskomponierte Synthese von Inhalt und Form negierend.

 

Vorlage für das Bild wieder beethovens Totenmaske. Hier die Vorzeichnung:

 

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