Tuschen

Dezember 3, 2016 § 2 Kommentare

Der chinesische Laden im Nachbarkiez hält Unmengen eines großformatigen, besonders stabilen und sehr grob gefertigten Papieres auf Lager. Er nennt es Drachenpapier. Vielleicht, weil es sich gefräßig saugend Flüssigkeit einverleibt. Ein sehr aktives Papier also, das ein gewichtiges Wörtchen mitredet im bildnerischen Prozess. Ganz im Unterschied zum iPad etwa, das als willig dienstbares Tool geradezu unterwürfig daherkommt, und über dessen Oberfläche der Zeichenstift flutscht wie einst Hans-Jürgen Bäumler übers Eis. Als Dilettant kracht man da schnell gegen die Bande. Die grob knarzenden Fasern des Drachenpapiers hingegen drehen selber Pirouetten, und was für welche!

 

landschaft-getuscht

 

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