Vier Landschaften als Antwort auf orthodoxe Pinselmalerei

November 3, 2016 § 2 Kommentare

Malen. Den Pinsel in die Hand nehmen, in Farbe eintauchen und über die Leinwand streichen. Und dabei unermüdlich Entscheidungen treffen. Für jede Farbe, für jeden Strich. Fürs Anfangen, fürs Aufhören, fürs Beenden, fürs Liegenlassen. Arbeit das alles. Und oft doch nur inzestuöse Gedankenschieberei, perpetuierender Gleichklang, Stillstand im Geiste. Onanie des Wollens. Dagegen: Das Blatt färben, Klecksen, Abklatschen, Farben laufen lassen, disparate Materie sich selbst überlassen, Teilhaben am Sein der Dinge, instantöse Bildfindung. „Das befreit mich von dem furchtbaren Stress der orthodoxen Pinselmalerei“*, las ich heute bei Leiko Ikemura, einer Künstlerin, deren Arbeiten ich sehr mag, und fühlte mich sogleich in meinem Klecksereieskapismus auf das empfindlichste bestätigt.

Voila:

 

abklatsch-am-wasser

 

landschaft-nach-rechts

 

landschaft

 

gefuege

 

*Leiko Ikemura. Im Gespräch mit Friedemann Malsch. Köln 1998. S. 58

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