Begegnung in Lemberg

September 12, 2013 § 6 Kommentare

Begegnung in Lemberg

Was verbindet diese beiden Figuren? Sicher die Leinwand, auf der sie sich visualisieren. Der Herr rechts spazierte letzte Woche über einen Büchertrödel in Lemberg. Die Dame links ist einer Schöpfung Gustav Klimts nachgeahmt. Das Farbgewölk drumherum  sowie die schlierenhaften Aussparungen beider Körper sind das Produkt langwieriger Übermalungen. Obwohl der Büchertrödler und die Klimtfrau beinahe aneinander stoßen verkörpern sie Paralleluniversen wie sie paralleler kaum denkbar sind. Da ich bei noemix gerade eine lustige Diskussion gelesen habe rund um die Frage, was Kunst sei, frage ich hier einfach mal ganz platt, ob dieses Bild Kunst sein könnte. KÖNNTE, wohlgemerkt, denn natürlich IST das Bild keine Kunst.

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§ 6 Antworten auf Begegnung in Lemberg

  • Warum ist das Bild keine Kunst? Gerade heutzutage wird gerne alles mögliche beliebige genommen und für „Kunst“ erklärt – Warum also dieses Bild nicht auch? – Einfach weil Sie es nicht wollen?

  • derdilettant sagt:

    Etwas für Kunst zu halten, nur weil heutigentags die Schwelle zur Kunst ins Bodenlose gefallen ist, ist mir zu wenig. Denn natürlich geht es bei Kunst um Qualität, die wiederum nicht vom Himmel fällt, wovon bekanntlich schon der Volksmund kündet, wenn er darauf hinweist, dass die Meister nicht vom Himmel fallen; um wie viel weniger dann die zur Kunst nötigen Künstler…

  • Humee sagt:

    Die letzte Frage von Jonas IV. gefällt mir. Muss man sich Kunst erst „verdienen“? LG

    • derdilettant sagt:

      Das Kunstwerk will leicht ausschauen und ist hart erarbeitet. So gesehen muss man sich das „verdienen“. In anderen Bereichen das (all)täglichen Lebens lasse ich da aber durchaus mit mir reden… 😉

      • Es heißt ja auch manchmal als sprichwörtlicher Vorwurf „Das ist doch keine große Kunst!“. Er wird gemacht, wenn etwas ohne Mühe gemacht wurde. – Ist also etwas Kunst, was mit viel Mühe verbunden ist? Ich finde, dass das nicht die Bedingung sein kann. Es gibt viele Sachen, in denen ein gewaltiger Aufwand steckt, die ich einfach weder schön noch nützlich finde.
        Und ästhetisches Empfinden ist individuell (oder höchstens inter-subjektiv), also müsste jeder Mensch sich „Kunst“ selbst definieren. Es kann sein, dass irgendwo auf der Welt ein Mensch existiert, der gerade dieses Bild „Begegnung in Lemberg“ (falls das der Titel des Bildes ist) als das beste, vollkommenste und schönste empfindet, was er je sah …

      • derdilettant sagt:

        …eine beglückende Vorstellung 🙂

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